Unihockey-Club
Dritte Meisterschaftsrunde der Herren

Die 2. Liga-Mannschaft des Unihockey-Clubs Waltenschwil siegt an der am letzten Sonntag durchgeführten dritten Meisterschaftsrunde gegen das favorisierte Beromünster, lässt aber gegen den Tabellenzweiten Dübendorf zwei Punkte liegen.

Christian Hasler
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Von Luca Frei

UHC Blue Sharks Waltenschwil - Eintracht Beromünster 6:3 (3:1/3:2)

Da aus den vorangegangenen vier Spielen nur zwei Punkte mitgenommen wurden, geriet man bei den Freiämtern zunehmend unter Druck. Folglich mussten in den anstehenden zwei Spielen der 3. Meisterschaftsrunde der Saison 09/10 vier Punkte her.

Trainer Frei predigte vor dem Spiel, dass man sich auf die eigenen Stärken, wie die Manndeckung, konzentrieren müsse, um das Spiel zu bestimmen. Die Eintracht Beromünster war kein unbekannter Gegner. In der vorangegangenen Saison mussten die Waltenschwiler zwei Niederlagen in Kauf nehmen. Entsprechend war auch das Bedürfnis nach einer Revanche. Die Partie begann mit einer kurzen Abtastphase und begann offiziell in der dritten Minute, als Grob einen Freistoss in die rechte obere Ecke schlenzte. Die Münsterer zeigten sich unbeeindruckt und erhöhten den Druck auf das Tor der Waltenschwiler. Schliesslich fälschte Müller P. einen Schuss von Beromünster aus der zweiten Reihe für Frei unhaltbar zum Ausgleich ab. Die Partie wurde nun ein wenig härter. Viele Stockschläge prägten die erste Hälfte. Die Freiämter bekamen nun das Spiel immer besser in den Griff und zeigten sich stellenweise von ihrer besten Seite. Die logische Folge war die Erhöhung des Score, durch einen schönen Pass von Graf auf Villiger, auf 2:1. Im weiteren Spielverlauf konnten die Haie noch einen weiteren Treffer verzeichnen und gingen verdient mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause.

Beromünster startete mit vollem Einsatz in die zweite Hälfte und erwischte die für einmal überforderten Waltenschwiler mit einem Direktabschluss in die kurze Ecke. Das nun wieder offene Spiel wurde nun durch heftige Zweikämpfe bestimmt. Beide Mannschaften gaben keinen Zentimeter Raum ohne Kampf preis. Die körperliche Überlegenheit des Gegners konnte jedoch durch ausgezeichnetes Stellungsspiel der Freiämter Verteidiger wettgemacht werden. Der Schiri, bis dahin mit einer souveränen Leistung, ahndete dann einen harten Check eines Münsterers an Hasler, mit einer 2' Strafe. Im Powerplay erwies es sich jedoch als schwierig, die hoch im Feld stehende Box des Gegners zu überwinden. Aggressiv störten der Gegner den Waltenschwiler Spielaufbau und zwangen diese zu argen Fehlern. Gerade als das Powerplay torlos zu verlaufen schien, liess Hasler seine individuelle Klasse aufblitzen und platzierte seinen Handgelenkschuss genau in der oberen Torecke. Auch nach diesem Treffer liess Beromünster nicht locker. Verbissen setzten sie sich in der Freiämter Zone fest und setzten die Haie mit ihrem körperbetonten Forechecking weiterhin unter Druck. Entgegen des Spielverlaufes waren es dann die Waltenschwiler, die einen Bilderbuchkonter durch einen Ableger von Grob auf Graf verwerteten. Die Drei-Tore-Führung war aber nur von kurzer Dauer. Erneut traf die Eintracht durch einen Ablenker eines Waltenschwiler Verteidigers. Kurz vor Schluss wurde Kägi auf dem Weg zum Tor unfair gestoppt. Die Folge war ein Penalty. Im dritten Strafstoss dieser Saison trat auch zum dritten Mal Hinni das Duell mit dem Torhüter an. In seiner gewohnt sicheren Art verwandelte er auch diesen Penalty und behielt damit seine Trefferquote von 100%. Unmittelbar später pfiff der Schiedsrichter die Partie beim Stand von 6:3 ab. Die Haie hatten in einem kampfbetonten Spiel stets die Ruhe bewahrt und ihre Chancen verwertet. Durch gutes Stellungspiel gewann man auch in dieser Höhe verdient.

Jump Dübendorf II - UHC Blue-Sharks Waltenschwil 11:6 (5:3/6:3)

Mit einem Sieg im Rücken ging es in die zweite Partie. Die Dübendorfer waren zu Beginn die eindeutig bessere Mannschaft. Sofort erarbeiteten sie sich hochkarätige Chancen. Doch Torhüter Frei hielt die Freiämter in der hektischen Startphase mit starken Saves im Spiel. Entgegen dem Spielverlauf waren es die Waltenschwiler die das Score eröffneten. Trotz des Treffers ging es weiterhin fast nur in eine Richtung. Die Haie hielten jedoch dicht und konnten ihre wenigen Chancen mit erstaunlicher Effizienz in Tore ummünzen. Müller P. erzielte ein Tor indem er den Ball von hinter dem Tor, mit einer Art „Buebetrickli", in die Maschen hob. Durch einen weiteren Treffer erhöhten die Freiämter den Abstand weiter auf zwei Tore. Zu diesem Zeitpunkt, etwa nach zehn Minuten, sah alles nach einem weiteren Freiämter Triumph aus. Jedoch fanden die Dübendorfer mit zunehmender Spielzeit das ultimative Mittel gegen die Box der Waltenschwiler. Durch viel läuferischen Aufwand und einem gefährlich präzisen Passspiel liessen sie die Waltenschwiler Verteidiger wieder und wieder ins Leere laufen. Auf die Pässe folgten dann direkte Abschlüsse aus dem Slot , denen auch Frei nichts entgegensetzen konnte. Drei Mal sah er dem Ball zu wie er ins Netz rollte und verlor darauf für kurze Zeit in Form eines verbalen Ausbruchs die Nerven. Im gleichen Stil ging es weiter. Durch geschickte Spielzüge konnten die nun klar besser aufspielenden Dübendorfer die Verteidigung umgehen und zwei weitere Tore erzielen. Beim Stand von 5:3 war dann Pause.

Offenbar hatten der Pausentee und die Halbzeitansprache von Frei ihre Wirkung nicht verfehlt. Die Blues kamen wie verwandelt aus der Kabine. Mit neuem Mut spielten sie nach vorne. In der Folge war es Müller R., der mit einem perfekt gespielten halbhohen Ball Grob lancierte, der dann das Zuspiel herrlich mit einem Volleyschuss verwertete. Es folgten weitere Offensivaktionen der Waltenschwiler, die auch mit Toren belohnt wurden. Bis Mitte der Spielhälfte konnte man die Dübendorfer mit einem Tor auf Distanz halten (5:6). Nach Anfangsschwierigkeiten erstarkte der Gegner aber erneut. Wieder zogen sie ihr gefährliches Passspiel auf. Die Dübendorfer spielten immer frecher und verwerteten Eins-Null-Situationen souverän. Nach einem weiteren Tor durch die Haie übernahmen die Gegner das Zepter endgültig und bewiesen den Zuschauern auf eindrückliche Art und Weise ihr Können. Ein munteres Schützenfest begann. Zu keiner Zeit aber konnte man den Freiämtern Resignation vorwerfen. Sie kämpften wortwörtlich bis zum letzten Atemzug. Die Dübendorfer waren einfach abgeklärter, nutzten die erkannten Schwächen in der Verteidigung der Freiämter und spielten sich in einen nicht enden wollenden Torrausch. Beim Stand von 11:6 endete das Spiel. Unter dem Strich gewannen die Dübendorfer durchaus verdient. Die Höhe der Niederlage fiel jedoch im Verhältnis zum Spielverlauf etwas zu hoch aus. Positiv zu vermerken war der Einsatz jedes Spielers in dieser Partie und die beiden starken Startphasen jeweils zu Halbzeitbeginn. Zu bemängeln galt es das Defensivverhalten der Freiämter. Man konnte sich einfach nicht auf die Spielweise der Dübendorfer einstellen.

Waltenschwil mit: Hasler, Villiger, Müller P., Frei, Kägi, Renggli, Hinni, Müller R., Graf, Grob
Waltenschwil ohne: Notter (Ausland), Burkard (rekonvaleszent), Keusch (Ausland)

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