Odd Fellows
Die "Odd Fellows" Rheinfelden auf kriminellen Pfaden

Sommeraktivitäten

Mösch Alfred
Merken
Drucken
Teilen

In vielen Kriminalromanen sind die Helden, also die Ermittler Feinschmecker. Ausführlich werden die Dinnergänge, die Weine, die Restaurants und ihre Ambiente beschrieben. Ein von Robert J. Courtine veröffentlichtes Kochbuch, „Simenon und Maigret bitten zu Tisch", enthüllt sogar die Rezepte der Madame Maigret.

Warum nicht einmal eine solche Erzählung und den duftenden Geschmack eines guten Essens mit einem ihrer lockeren Sommeranlässe verbinden, fragten sich die Odd Fellows? Rheinfelden bietet dazu eine wundervolle Kulisse um den Pariser Kommissar von Georges Simenon in Rheinfelden auftreten lassen. Auch Autoren wie Adolf Muschg, Peter Zeindler, Ingrid Noll, Milena Moser, Horst Bosetztky, Hansjörg Schneider und Weitere benützen die Zähringerstadt als Schauplatz für ihre spannenden Geschichten. Seit einiger Zeit finden in Rheinfelden Autorenlesungen, besser bekannt als „Mordsnächte" statt, wie im Mai dieses Jahres im Rahmen der „Criminale 2009".

Am 5. August liessen sich die Odd Fellows eine völlig frei erfundene Handlung, „Maigret macht eine Kur", von diversen Darstellern während einer Stadtführung live vortragen. Die Szenen spielen am Schiffssteg, bei der Rheinbrücke vor dem Zollhaus, am Albrechtsplatz beim Brunnen vor der Kantonspolizei, im Hof des Rathauses, vor und im Restaurant Rössli beim Apéro, auf dem Platz vor dem Fuchstor, am Hauptwachplatz und im Logenheim beim Nachtessen, bei einem Menu der Madame Maigret. Kommissar Maigret, mit Hut und Tabakpfeife und sein Frau Henriette machen hier bei kühler Atmosphäre eine Kur. Saublöder Unfall mit Wildsau - roter Koffer mit SBB-Etikette auf dem Rhein - 4 Gäste aus Zürich im Salina, darunter die 37-jährige Witwe Elise von Matt, die von einem Ausflug nach Basel nicht wie angekündigt zurückkehrt - leerer Safe von Elise von Matt - Fahndungsbefehl nach einem gewissen Roger de Weck, Juwelier, der mit falschem Namen reist, gefasst wird, aber am anderen Morgen bereits wieder auf und davon ist und den Wächter Pius gefesselt und geknebelt zurücklässt - Elise von Matt wird im Rechen des Kraftwerkes von Augst tot aufgefunden - vermutlich war sie nicht ertrunken, sondern schon vorher tot - der Name eines Untersuchungsrichters aus Zürich, Peter Hofmann, der sich nach einem gewissen Gabriel Pfister, Goldschmied erkundigt, taucht auf - Peter Hofmann soll nur wenige Tage vor dem Verschwinden von Elise von Matt seiner Maitresse einen Fingerring zur Verlobung am 08. August geschenkt haben - diese lässt den Fingerring beim gleichen Goldschmied, der diesen vor sechs Jahren für Elise von Matt gemacht hatte, enger machen - der Goldschmied erkennt den Ring und alarmiert die Polizei - Kommissar Maigret stellt fest, dass er genau wisse, wo Gabriel Pfister zu finden sei - und so schnappt die Falle auf den Goldschmied und den Untersuchungsrichter zu.

Die Waldstadt-Loge Nr. 12 wurde im Jahre 1922 als 12. Loge der Schweiz in Rheinfelden gegründet. Ihr Einzugsgebiet umfasst die beiden Rheinbezirke Rheinfelden und Laufenburg. Die Mitglieder sind Teil des weltweiten „Independent Order of Odd Fellows IOOF". Die Ziele der Odd Fellows und ihr Verhältnis zur Gesellschaft sind auf ihrer Homepage www.oddfellows-rheinfelden.ch ersichtlich. (moe)
Foto: Krimi-Szene vor der Kantonspolizei Rheinfelden