SAC Homberg
Die Jubiläumstour auf die Planplatten

Urs Kyburz
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Abstieg vom Balmeregghorn Das Balmeregghorn war der Höhepunkt der Wanderung.
Auf dem Höhenweg Vom Balmeregghorn führte der Weg zur Planplatten.
Die Mountainbiker kommen Zeitgleich mit der Frutt-Gruppe trafen auch die Biker auf der Planplatten ein.
Der Präsident hält die Rede
Andächtige Zuhörer

100 Jahre Sektion Homberg des Schweizer Alpen-Clubs! Das wäre Grund genug, ausgiebig zu feiern, aber natürlich macht auch dem Verein ein Virus einen fetten Strich durch die Jubiläumsaktivitäten. Verschiedene Veranstaltungen und Anlässe mussten abgesagt oder verschoben werden. Umso mehr freuten sich rund 60 Teilnehmende, dass zumindest die Jubiläumstour wie geplant stattfand am 15. August.

Man konnte sich für vier Gruppen anmelden: Die erste startete beim Bidmi, der Zwischenstation oberhalb Hasliberg-Reuti, die zweite sattelte ihre Bikes nach der Fahrt hoch zur Käserstatt ab Hasliberg-Wasserwendi, die dritte begann ihre Tour auf der Melchsee-Frutt und die vierte fuhr direkt mit der Gondelbahn hoch zum Ziel, der Planplatten. Diese waren nicht etwa faul, sondern hatten eine sehr wichtige Aufgabe: Den Apéro vorbereiten. Es war ebenso wichtig, dass auch Leute dabei sein konnten, die nicht mehr so mobil waren. Dass das Ziel erreicht wurde, zeigte sich an der Altersspanne: Rund 90 Jahre lagen zwischen dem Jüngsten und dem Ältesten!

Die erste Gruppe startete also nach einer kurzen Gondelfahrt ihre Wanderung im Bidmi. Über Undere und Obere Staffel näherten sie sich dem Ziel. Zwischendurch musste immer wieder ein Halt sein, die Aussicht war zu grossartig: Auf der anderen Talseite ragten die felsigen Engelhörner auf, dahinter die Wetterhörner und der Eiger, im Westen glitzerte der Brienzersee. Die Sonne schien vom blauen Himmel, nur um die Gipfel tanzten die Wolken. Eine halbe Stunde vor der verabredeten Zeit trafen die wackeren Wanderer auf der Planplatten ein.

Die Mountainbiker liessen sich auf die Käserstatt transportieren, von wo sie zur Balisalp abfuhren. Dann war aber der Spass für eine Weile vorbei, der Aufstieg auf den Gibel, den Gipfel zwischen Hasliberg und Lungern, war anstrengend. Dafür wurden sie mit einer fantastischen Aussicht belohnt, der der Abfahrtsspass folgte, wobei den Wanderern natürlich immer der Vortritt gewährt wurde. Sie erreichten wieder Käserstatt, von dort fuhren sie weiter auf dem Höhenweg zur Planplatten.

Die Fruttwanderer umrundeten den halben Melchsee, ehe sie mehr oder weniger direkt zum Balmeregghorn hochwanderten. Auch dort wurde eine phänomenale Aussicht genossen auf den Engstlensee und die Rückseite der Gadmer Dolomiten, wie die steilen Felswände an der Sustenpassstrasse genannt werden. Auf dem folgenden Höhenweg erreichte die Gruppe pünktlich, zusammen mit den Mountainbikern, die Planplatten.

Dort warteten schon viele SACler, Neuankommenden wurde sofort ein Becher in die Hand gedrückt und Brot und Käse vom Hasliberg angeboten. Nachdem alle verköstigt waren, hielt der Präsident eine Rede vor der imposanten Bergkulisse. Nur hatte da der Wettergott etwas dagegen, rundum schien die Sonne, nur gerade die Hombergler standen mitten im Nebel. Der Präsident blickte zurück zu den Gründervätern (-mütter gab es damals noch nicht) und machte sich auch Gedanken über die Entwicklung der Bekleidung und des Materials und der Bergsteigerei ganz allgemein.

Wir hoffen, dass die ausgefallenen Jubiläumsanlässe im nächsten Jahr nachgeholt werden können, vor allem jene fürs Publikum. Da wäre zum Beispiel ein Vortrag über die Gletscher und der Besuch eines solchigen. Die Hombergler werden sich jedenfalls nicht stoppen lassen von einem Virus und feiern dann halt 100 + 1 Jahre SAC Homberg.

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