Freunde Museum Langmatt
Die Freunde Museum Langmatt an der Biennale in Venedig

Marcel Siegrist
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Am Eingang zur Villa Mora – hier befindet sich der Länderpavillon von Kiribati, einem Inselstaat zwischen Hawai und Australien – wird man so empfangen: «What does ART mean Today?» Diese Frage mögen sich auch die Freunde Museum Langmatt gelegentlich gestellt haben, welche an der Reise zur Biennale in Venedig (21. bis 24. September) teilgenommen haben. Ein vielfältigeres Kunstangebot wie im Arsenale, in den Giardini und verstreut in der Stadt findet man wohl kaum andernorts. Die Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Eines aber steht fest: es ist schlicht grossartig, was einem in Venedig präsentiert wird. Die Schweiz ist gleich zweimal prominent vertreten. Da ist einmal der Schweizer Pavillion. Die Ausstellung «Women of Venice» dreht sich um die Frage, warum Alberto Giacometti nie im Schweizer Pavillon ausstellte. Der Schweizer Künstler hatte sich immer geweigert, an der zeitgenössischen Kunstbiennale teilzunehmen. Sein Bruder Bruno Giacometti hingegen entwarf 1952 den Schweizer Pavillon. Mit einer eigenen Ausstellung ist zudem Swach als Hauptsponsor der Biennale vertreten. Bei ihrem Besuch erfuhren die Reiseteilnehmer von berufener Seite viel über das kulturelle Engagement des Schweizer Uhrenherstellers. Insgesamt war die ausgezeichnet organisierte Reise ein voller Erfolg. Auch wenn man nur einen kleinen Teil des Angebots geniessen konnte – der Katalog wiegt 3 Kilogramm. Aber das könnte ja auch Anreiz für einen weiteren Besuch sein. So oder so: Venedig ist immer eine Reise wert.

Ruedi Leder