Freespeed Basel
Die Erfahrung soll es richten...

Noëmi Sturm
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Nach der eher verhaltenen ersten Runde (siehe Bericht Starkes Ultimate trotz schmalem Kader<https://www.bzbasel.ch/beitrag/vereinsmeldung/starkes-ultimate-trotz-schmalem-kader-131331938>), waren die Basler Ultimate-Spieler (Free2speed) an der Finalrunde der Ultimate Schweizermeisterschaften in Zürich vom 1./2. Juli 2017 gefordert. Den verpassten Kampf um den Aufstieg wollte man mit interessanten Spielen und guter Leitung an der Finalrunde vergessen machen.

Der Start ins Turnier glückte den Baslern gegen die bereits aus der ersten Runde bekannten Wombats aus Willisau. Ein interessantes und faires Spiel konnte von Beginn weg kontrolliert werden und auch das Endergebnis von 15-9 spricht für Free2speed. Die erfahrenen Spieler von Free2speed machten schlussendlich wohl den Unterschied aus, kamen sie mit den Windverhältnissen besser zurecht und trotzten auch den stärksten Windböen.

Etwas weniger Erfahrung bringt das zweite Herrenteam aus Bern (Flying Angels 2) auf das Feld. Diesen Vorteil wollte Free2speed nutzen und die Konzentriertheit sowie die Kaltblütigkeit aus dem ersten Spiel mitnehmen. Und dies gelang wunderbar! 45 Minuten lang dominierten die Basler nach Belieben und liessen einzig pro Halbzeit einen Punkt zu. Verdient holten sie sich so den 15-2 Sieg und konnten trotz schmalem Kader durch die kurze Spielzeit etwas Energie sparen.

Diese Energie war auch bitter nötig, so hiess der dritte Gegner an diesem Tag Slowhands. Das letzte Spiel gegen diesen Gegner war den Basler noch sehr präsent, so gewannen sie das Spiel trotz einem 1-6 Rückstand noch mit 15-13. An die Leistung der Schlussphase beziehungsweise die letzten beiden Spiele wollte man anknüpfen und die Führung zu keinem Zeitpunkt aus der Hand geben. Gesagt, getan. Die Zonenverteidigung von Free2speed war bei den windigen Verhältnissen derart effektiv und der Angriff solide, sodass den Slowhands nur das Nachsehen blieb. Der 15-8 Sieg der Basler war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Am Sonntag standen zwei weitere Spiele an. Auch gegen die Scorillaz aus Bern hatte man bereits in der ersten Runde gespielt und wollte die flinken Jungen nicht unterschätzen. Trotz früher Stunde und knappem Erscheinen diverser Spieler ging Free2speed das Spiel ganz konzentriert an. Die Dominanz aus den Spielen des Vortages wurde auch in diesem Spiel weiterhin an den Tag gelegt und starker Druck gegen den Angriff der Berner ausgeübt. Nicht zuletzt die blitzschnelle Umstellung von Verteidigung auf Angriff half den soliden Baslern, dieses Spiel in Rekordzeit mit 15-1 zu gewinnen.

Im letzten Spiel der Saison durfte Free2speed gegen den Veranstalter Headless antreten. Ohne den Gegner zu unterschätzen, wollte man das Spiel so schnell wie möglich absolvieren. Zum einen um die bisherige Leistung des Wochenendes zu bestätigen und einen versöhnlichen Abschluss zu finden und zum anderen um baldmöglichst dem Spiel um Platz 3 bei den Frauen beizuwohnen, wo die Baslerinnen involviert waren. Free2speed schaffte es, die über die gesamte Finalrunde gezeigte Konstanz und den auf den gegnerischen Angriff ausgeübten Druck aufrecht zu erhalten und somit auch dieses Spiel im Schnellzugstempo zu gewinnen. Die Zürcher konnten den Zuschauern leidtun, wurden sie doch mit 15-3 abgefertigt. Die Basler hingegen hatten genügend Zeit, um ihre Vereinskolleginnen bei ihrem wichtigen Spiel zu unterstützen.

Auch wenn die Rangierung über beide Wochenenden gesehen nicht der Rede wert ist, kann Free2speed stolz auf die Finalrunde und die gezeigte Leistung zurückblicken. Im Anschluss an das letzte Spiel wurden auch bereits erste Abmachungen für das nächste Jahr getroffen, so will man die Fehler der ersten Runde im nächsten Jahr nicht wiederholen und dann um den Aufstieg kämpfen.