Schweizerische Volkspartei
Die digitale Stadt - Fluch oder Segen?

Christoph Fink
Merken
Drucken
Teilen

Der Stadtpräsident von Zug, Dolfi Müller (SP) stellte schwungvoll seine Stadt als Vorreiterin der Digitalisierung vor. Die Einführung der Digitalisierung in der Zuger Stadtverwaltung (und nicht der Steuerfuss) hätte ab 2012 viele IT-Unternehmen in seine Stadt gelockt. Sie benutzten grösstenteils die Blockchain-Technologie. Daraus entstanden Tausende von Arbeitsplätzen; ein halbes Dutzend dieser Firmen seien «Einhörner» mit einem Kapital von über 1 Mia Franken. Olten - wie Zug eine Kleinstadt in der Nähe von Zürich - könnte durchaus auf den gleichen Zug aufspringen, so Müller. Das Zuger Stadtparlament habe übrigens zum «Crypto Valley Zug» gar nichts zu sagen gehabt: Die Aufwendungen von total rund 200’000 Franken konnte der Stadtrat in eigener Kompetenz tätigen.

Viel ernster redete dagegen Judith Petermann Büttler als Datenschutzbeauftragte des Kantons Solothurn zur zahlreichen Zuhörerschaft im «Magazin». Wir würden schon heute massiv im digitalen Raum überwacht und viele seien zu sorglos mit den Daten, die sie im Netz von sich hinterliessen. Das aus der biblischen Sprache entlehnte «Fluch oder Segen» treffe auf die Digitalisierung zu. Chinesische Verhältnisse mit einer totalen Ueberwachung der Bürger (geplant ab 2020) seien aber hierzulande nicht vorstellbar.

Christoph Fink, Olten