SAC Homberg
Die austro-bavarische Skitourenwoche

Urs Kyburz
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7 Bilder
Aufstieg zur Grieskarscharte Die Latschen liegen hinter uns, nun geht der Aufstieg einfacher vonstatten.
Blick ins obere Isartal In der Abfahrt von der Grieskarscharte öffent sich uns der Blick auf das obere Isartal.
Die letzten Meter zur Bleispitze Auf den letzten Metern zur Bleispitze bei Lermoos in Österreich.
Die Hombergler-Schar auf der Grünstein-Umfahrung Auf der grossartigen Grünstein-Umfahrung erklimmt die Gruppe den ersten von drei Pässen.
In der Grünstein-Scharte Immer wieder spannend, was man auf der anderen Seite einer Scharte erblickt.
Beim Gatterl Hüteschwenken beim Gatterl, der Grenze Deutschland-Österreich bei der Zugspitze.

Zehn Teilnehmer der Skitourenwoche des SAC Homberg streiften Ende März eine Woche lang durch das deutsch-österreichische Grenzgebiet auf der Suche nach Schnee. Auch wenn dessen Qualität nicht immer den Erwartungen entsprach, genossen sie eine tolle Zeit.

Der Start war verregnet, statt einer Skitour stand deshalb ein Besuch der Fürstlichen Hofkellerei in Vaduz auf dem Programm. Auch nicht schlecht. Das "Basislager" der Gruppe war ein Hotel im Zentrum von Mittenwald, einem schönen Dorf im Karwendel. Die erste Tour führte auf den Oberen Kämikopf am Fusse der mächtigen Wettersteinspitze-Nordwand. Sie war geprägt von Skis an- und ausziehen, da auf der Forststrasse nicht mehr viel Schnee lag. Die Abfahrt war auch eher mässig, da der Schnee nass und schwer war.

Die Tour zur Grieskarscharte startete mit einer Abfahrt von der Bergstation der Alpspitzbahn bei Garmisch-Partenkirchen. Nach anfänglichem Sonnenschein tauchten die Hombergler in den Nebel ein, dem sie im Aufstieg durch das Kar wieder entkam. Von der Scharte aus gab es einen ersten Blick auf die berühmte Zugspitze. Nach der Abfahrt durch wiederum eher mässigen Schnee und nochmals 300 Meter Aufstieg konnte die Gruppe auf der berühmten Kandahar-Strecke zum Ausgangspunkt abfahren.

Das nächste Ziel lag in Österreich bei Lermoos, die Bleispitze. Nach einer Stunde Skitragen und anfänglichem Nebel präsentierte sich den Skialpinisten ein grandioses Panorama, die Zugspitze inbegriffen. Nach einem Ruhetag, den sich jeder frei gestaltete, stand wieder eine grossartige Tour auf dem Programm, die Grünstein-Umfahrung. Drei Pässe galt es zu überwinden. In Biberwier wurden die ersten Höhenmeter mit mechanischer Aufstiegshilfe überwunden, zum ersten Pass war es somit nicht mehr weit. Die Abfahrt führte direkt in die "Höll", so der Name dieses Ortes. Der Aufstieg zur Grünsteinscharte wurde in Angriff genommen, von wo man einen Blick in die nächste Geländekammer erhielt. Eine steile Abfahrt in gutem Schnee erfreute die Gemüter. Der nächste Aufstieg führte hoch zum Tajatörl, bevor die Gruppe nach Ehrwald, dem Ziel, hinunter fuhr.

Die zweitletzte Tour war eine Variantenabfahrt von der Bergstation der Karwendelbahn durch das Damkar hinunter nach Mittenwald, wobei ab der Hälfte die Skier getragen werden mussten. Der letzte Tag bot nochmals ein Highlight, bei Kaiserwetter nahmen die Hombergler die Seilbahn hoch zur Zugspitze, um über das "Gatterl", der Grenze zwischen Deutschland und Österreich, nach Ehrwald abzufahren. Im oberen Teil war der Schnee perfekt, eine wahre Freude zum Fahren. Zum Gatterl hoch mussten die Felle aufgezogen werden, bevor die Skibergsteiger in den Kessel hinunter fuhren. Nun musste die Gruppe diesem wieder irgendwie entkommen, dank der ausgezeichneten Spuranlage des Tourenleiters gelang das sicher. Die Abfahrt ins Skigebiet Ehrwald liess die Gruppe nochmals die "Freuden" des Nassschneefahrens erleben.

Mit vielen schönen Erinnerungen an eine bis dato unbekannte Gegend machten sich die zehn Hombergler auf die Heimfahrt, in Gedanken schon an der nächsten Skitour.