Alte Kantonsschule Aarau
Die Alte Kanti lässt tief blicken

Tag der offenen Tür an der Alten Kantonsschule Aarau

Marcel Siegrist
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Wie man mit dem Sprachspieler und Autor Daniel Zahno im „Hundumdrehen" einen Text schreibt, was unsere Welt farbig macht oder wie man ein Unternehmen gründet, war vergangene Woche an der Alten Kantonsschule Aarau zu erfahren. Im Rahmen der Besuchstage stellten verschiedene Fachschaften, Abteilungen und Kursgruppen ihre aktuellen Unterrichtsprojekte vor.
Bei der Eröffnungsveranstaltung der Miniunternehmen von Young Enterprise Switzerland (YES!) wurden die jüngsten Produktelinien präsentiert. Die Palette reicht vom eleganten Armbandportemonnaie „Purseson's" bis zur praktischen Einkaufshilfe „ShopTab", vom umweltschonenden Gürtel „B.E.L.T." über das narrensichere Kochbuch „CooKit" bis zum Design-Ring, der Ordnung zu schaffen verspricht. Ein Jahr lang haben die JungunternehmerInnen Zeit, um ihr Produkt zu vermarkten und ihre Firmen zum Erfolg zu führen. Begleitet werden sie von ihren Wirtschaftslehrpersonen sowie Paten aus der Wirtschaft.
Open air oder in Kaffeehausatmosphäre gab es während Pausen und Zwischenstunden diverse musikalische Spezialitäten zu geniessen. Als Ergänzung zum kulturellen und kulinarischen Angebot vermittelte die zweite Klasse der Sportabteilung an ihrer Bar eine gesunde Message: Ausgeschenkt wurden alkoholfreie Drinks, entwickelt im Rahmen des Präventionsprogramms „cool and clean" von Swiss Olympic.
Im neuen Medienzentrum konnten sich die Besucher in Sachen Informationskompetenz schulen lassen. Gleich nebenan zeigte eine Ausstellung Werke aus dem Zeichenunterricht und wer sich dadurch anregen liess, selbst gestalterisch tätig zu werden, kreierte in der Chemiestunde kunstvolle Gebilde aus Reagenzgläsern.
Wer das Wesen der Alten Kanti noch genauer ergründen wollte, begab sich auf einen Rundgang an Orte, die im Alltag nur selten ein Schülerauge erblickt: Man stieg hoch bis zur Dachterrasse des Karrerhauses und hinab bis in die Tiefen der Heizräume im Einsteinhaus. Verglühte Gestirne lassen sich von der Sternwarte im Obergeschoss zwar nicht mehr beobachten, bei der Rückkehr in die belebten Schulhausflure fühlt sich der Besucher dennoch, als komme er nach einem Kurztrip in die Vergangenheit zurück in die Zukunft.

Die Tage der offenen Tür boten aber auch und vor allem Gelegenheit, den Unterricht zu besuchen. Eltern, Geschwister, Freunde und Bekannte der Kantischülerinnen und -schüler nutzten die Gelegenheit, die Schule von innen zu erleben und sich ein Bild zu machen von den Themen und Inhalten, mit denen sich heutige Mittelschüler beschäftigen. Nicht wenige Gäste beteiligten sich auch aktiv am Unterrichtsgeschehen - sicher zur Freude der Lehrpersonen und vielleicht zum Erstaunen der Schülerschaft. (S.L.)