SP Bezirk Brugg
Deutliche Worte von Nationalrat Max Chopard in Scherz

Sacha Schenker
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Bilder zum Leserbeitrag

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An einem öffentlichen Diskussionsanlass im Leuen zu Scherz wurde mit Nationalrat Max Chopard und den Grossräten Dieter Egli und Martin Brügger über aktuelle politische Themen debattiert.

Der von der SP Bezirk Brugg organisierte Politabend stand unter dem provokativen Motto „Pauschalbescheuert (?)“ – im Fokus stand die eidgenössische Volksinitiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung, welche am 30. November 2014 zur Abstimmung kommt. In einem überzeugenden Referat legte Max Chopard dar, wieso die heutige Pauschalbesteuerung von einigen ausländischen Multimillionären ungerecht, unmoralisch, unschweizerisch und somit abzuschaffen ist. „Eigentlich ist es gar nicht so kompliziert: Wenn wir in diesem Land Steuergerechtigkeit wollen, dann müssen einfach alle ihre Steuern nach ihren persönlichen Einkommens- und Vermögenswerten bezahlen, und zwar unabhängig von der Nationalität“, resümierte Chopard.

Der zweite Teil des Anlasses widmete sich dem Sparpaket des aargauischen Regierungsrats. Nach diversen nicht durchdachten Steuersenkungsrunden in den letzten Jahren sollen insbesondere auf dem Buckel der Bildung, der Gesundheit und der Kultur jährlich bis zu 120 Mio. Franken gespart werden – dagegen wehrt sich die SP mit allen Mitteln! Als besonders stossendes Bespiel hob Dieter Egli die Abschaffung des Berufswahljahrs hervor. Die eingesparten Mittel stünden in keinem Verhältnis zu den Problemen, wenn Jugendliche nach der obligatorischen Schulzeit den Einstieg ins Arbeitsleben nicht schafften. Das Sparpaket sieht massive Lastenverschiebungen vom Kanton auf die Gemeinden vor. „Das ist kein Sparen!“, monierte Martin Brügger. Die Kürzungen im Bereich der Krankenkassenprämienverbilligungen oder der Natur taxierte er schlichtweg als „asozial, kurzsichtig und dumm“.

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