Handball NLB
Der TV Möhlin überzeugt vor heimischem Publikum gegen Biel

In der NLB-Meisterschaft besiegte der TV Möhlin die Gäste aus Biel deutlich mit 27:19 (15:10). Nach rund zwanzig Minuten Spielzeit rissen die Lokalmatadoren das Spieldiktat an sich und triumphierten schliesslich ungefährdet über die Seeländer. Zum Schluss der Partie gönnte Trainer Brandstaeter einigen jungen fricktaler Reservisten noch ein wenig NLB-Spielzeit.

Luca Criscione
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Möhlins Verteidigung steht gut.

Möhlins Verteidigung steht gut.

Michi Mahrer

Gerade mal fünf Minuten waren gespielt, da zierte eine 3:0-Führung für Möhlin die Anzeigetafel. Trotz der ungewöhnlichen Spielzeit, an einem Freitagabend, zeigte sich die Heimmannschaft von Anfang an bereit für die Partie.

Die ersten drei Tore durch Mischa Wirthlin und Sebastian Kaiser schienen dann aber doch zu einfach und die Konzentration der Fricktaler drohte kurzzeitig abzusacken. Biel nutzte die Baisse der Gegner und glich innert zwei Minuten zum 3:3 aus (8').

Für einige Minuten sahen die ZuschauerInnen eine recht ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für Möhlin. Es sollte etwas mehr als zehn Minute dauern, bis der TVM seinen Kontrahenten abschütteln konnte. Dies gelang, weil die aargauer Verteidigung sicherer an der Linie stand als die Gäste, was ihnen wiederholt Gegenstösse ermöglichte. Besonders Luca Halmagyi hinterliess durch starke Defensivarbeit einen Eindruck beim Publikum.

Der sympathische Rumäne verdiente sich mit seinem Einsatz die nach dem Spiel verliehene «Best Player-Auszeichnung» auf Seiten der Möhliner. Auf diese Weise baute Möhlin die Führung kontinuierlich aus und schritt daher mit einer komfortablen 15.10 Führung in die Halbzeitpause.

Keine Gegenwehr in der zweiten Hälfte

Möhlin legte zu Beginn der zweiten Hälfte gleich vier unbeantwortete Treffer nach und baute die Führung zum 19:10 aus. Das neunzehnte Tor, symptomatisch für die Partie, gelang Misch Wirthlin nach einem Gegenstoss.

Die Verteidigung eroberte den Ball von den Bielern und Sebastian Kaiser lancierte Wirthlin mit einem langen Pass in die Spielhälfte des Gegners. Flügelspieler Wirthlin sprang vom acht Metern hoch, täusche den Schuss oben an und liess den Ball schliesslich gekonnt und zugleich frech an den Beinen des Torwarts vorbei in die Maschen kullern.

Biel hatte den Platzherren in der zweiten Hälfte nichts mehr entgegenzusetzen. Die Seeländer versuchten noch durch eine Manndeckung gegen Rückraumschütze Patrik Vizes den Spielfluss der Fricktaler zu bremsen. Doch weiterhin bestimmten die Fricktaler das Spielgeschehen.

In der letzten Viertelstunde setzte Brandstaeter jene seiner Schützlinge mit weniger Spielminuten auf dem Buckel ein. Neben Lukas Christen am linken Flügel sammelte auch Fabian Ceppi weitere NLB-Erfahrungen. Abgesehen steigt auch die Einsatzzeit von Manuel Csebits von Spiel zu Spiel stetig an.

Trainer Brandstaeter sieht Luft nach oben

Auch Jürgen Brandstaeter zeigte sich nach der Partie zufrieden, sah allerdings noch Verbesserungspotential. Im Interview mit Jürgen Spalinger meinte er, «27 [erzielte] Tore, das ist für uns wenig.» Die Fricktaler haben seit Saisonbeginn einen Durchschnitt von 29 Treffern pro Spiel.

Zugegeben, berücksichtigt man die bisherigen Ergebnisse, dürften gegen ein Team wie Biel durchaus auch mehr als 29 Treffer resultieren. Die Ansage des Trainers ist somit klar. In der nächsten Partie, gegen die Lakers Stäfa kann sich sein Angriff unter Beweis stellen. Das Spiel gegen die ungeschlagenen Zürcher wird sicherlich zum Prüfstein für die Fricktaler.

Möhlin mit: Jelovcan (10/22; 46%), Bamert (3/10; 30%); Halmagyi-Filip (3), Ceppi, Christen, Vizes (7/2), Meier (1), Csebits (2), Franceschi, Lang (3), Caminada, Kaiser (2), M.Wirthlin (7), F.Wirthlin (2).

Nächstes Spiel: Fr. 02.11.2018, 20:30 Uhr Lakers Stäfa - TV Möhlin Stäfa, Frohberg