Musikgesellschaft
Der Polarexpress machte halt in Möhlin

Eine Weihnachtsgeschichte erzählt von der Musikgesellschaft Möhlin

Ruth Iaconi
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Dieses Mal war alles etwas anders. Als Präsident Max Leemann die kurze Ansprache zum Weihnachtskonzert der Musikgesellschaft Möhlin hielt, bat er die zahlreich erschienen Zuhörer in der römisch-katholischen Kirche in Möhlin zwischen den einzelnen Stücken nicht zu applaudieren, sondern erst am Schluss des Konzertes. Die Musikgesellschaft erzähle die Weihnachtsgeschichte „Der Polarexpress" und zwischen den einzelnen Musikstücken werde der Sprecher Teddy Kirmess die Geschichte narrativ begleiten.

Und es ging gleich fortissimo los: Unter der musikalischen Leitung von Dirigent Matthias Bauer erklang die bekannte Melodie „The Polar Express". Dann zum ersten Mal die tiefe Stimme von Teddy Kirmess, und die Zuschauer wurden bildlich Mitten in die Geschichte entführt. Nach dem etwas ruhigeren Stück „Aamulaulu" kam bereits der erste Höhepunkt: Teddy Kirmes beschrieb packend die schnaubende Dampflokomotive, welche dann von der Musikgesellschaft brillant und dynamisch mit „The Great Locomotive Chase" in Bewegung gesetzt wurde. Und weiter ging die Reise über die „Antartica" an den Nordpol. Schloss man die Augen und lauschte den Worten des Sprechers und der vor Spielfreude sprühend aufspielenden Musikgesellschaft, konnte man die Bilder der eisigen Landschaft förmlich an einem vorbeirasen sehen. Spätestens hier war der Zuhörer voll und ganz in den Bann der Geschichte gezogen.

Am Nordpol angekommen, wurde man mit „The Bells of Corneville" spielerisch in die Geschenkfabrik des Weihnachtsmanns geführt. „A Christmas Celebration", ein Medley aus bekannten Weihnachtsmelodien, stellte dann den feierlichen Rahmen für die Übergabe des ersten Weihnachtsgeschenkes an einen jungen Knaben durch den Weihnachtsmann dar. Es handelte sich dabei um ein wundervoll klingendes Glöckchen des Zaumzeuges der Rentiere. Doch, oh Schreck! zurück in den Zug stellt der Knabe fest, dass er das Glöckchen verloren hat. Mit „Auld Lang Syne" ging es „traurig" zurück nach Hause. Doch es wäre nicht eine Weihnachtgeschichte, wenn am nächsten Morgen beim Auspacken der vielen Geschenke mit dem letzten Päckchen das Glöcklein nicht wieder den Weg zum Knaben zurück fände. Mit „The Call of Christmas" fand das Konzert seinen würdigen Abschluss. Das Klingen des Glöckchen erinnerte einen stets an die Magie der Weihnachtszeit und beim verlassen der Kirche blieb dem Zuhörer der Eindruck, einem speziellen und äusserst gelungen Weihnachtskonzert der Musikgesellschaft Möhlin beigewohnt zu haben.