Natur- und Vogelschutzverein Suhr
Den Gwunder stillen

Hans-Ruedi Kunz
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Nistkastenkontrolle des NVV Suhr Gerade für Kinder ein spannender Anlass: Was versteckt sich im Nistkasten?
Nest des Trauerschnäppers Aus dem Meisennest (Moos, Haare) befindet sich ein Trauerschnäppernest aus dürrem Laub und Halmen
Hornissennest Um diesen Kasten wurde ein grosser Bogen gemacht... Hornissenalarm!

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Wer hat sich beim Waldspaziergang nicht schon Gedanken gemacht, ob wohl alle diese Hunderten von Nistkästen in den Wäldern auch wirklich benutzt werden. Und wie es in einem solchen Kasten wohl aussehen mag.

Die lokalen Natur- und Vogelschutzvereine kontrollieren und reinigen diese Kästen zwischen Oktober und Januar, damit sie für nächste Brutzeit wieder sauber und bereit sind. Werden die Kästen nicht geleert, bleiben Parasiten darin und verringern im nächsten Jahr den Bruterfolg. Ausserdem wären die Kästen nach wenigen Jahren so voll, dass sie nicht mehr benützt würden.

Der NVV Suhr war mit vier Equipen unterwegs, welche insgesamt 206 Kästen kontrollierten. Weitere 109 Kästen wird das tatkräftige Pensionierten-Duo noch erledigen.

Am häufigsten finden sich Nester von Meisen in den Kästen. Einzelne Kästen wurden auch von Trauerschnäppern bewohnt. Diese kehren so spät aus ihren Winterquartieren zurück, dass sie oft zuerst ein Meisenpaar vertreiben müssen, bevor sie den Kasten übernehmen können und ihr Nest auf das Meisennest bauen. Spuren von Nestern des Kleibers fehlten in diesem Jahr. Wohl ein Zeichen dafür, dass es im naturnah bewirtschafteten Wald inzwischen genügend Baumhöhlen gibt, welche die Kleiber bewohnen.

Wespennester und eindrückliche Bauten von Hornissen fanden die Equipen ebenfalls. Highlight der Arbeit ist das Auffinden einer Haselmaus oder eines Siebenschläfers. Sie werden möglichst nicht gestört, weil sie sich zum Teil bereits im Winterschlaf befinden.

Bei anschliessenden Zmittag wurden Spuren und Fotos präsentiert und diskutiert. Der Anlass war auch dieses Jahr für alle Beteiligte spannend und lehrreich.