Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden
Das Pfaffenhütchen ist nun wieder konkurrenzfähig!

Thomas Hersche
Drucken
Teilen
Bilder zum Leserbeitrag
3 Bilder
Laichballen Die Frösche waren schon recht aktiv!
Mikrotümpel Die Behälter werden in der Feuchtstelle vergraben.

Bilder zum Leserbeitrag

Erich Lustig

Unterentfelden, Suhr: Pflegeeinsatz im Gebiet Brüelmatte

Herrliches Wetter und hohe Temperaturen zeichnen den diesjährigen Arbeitseinsatz in der Brüelmatte aus. Helferinnen und Helfer der Natur- und Vogelschutzvereine von Unterentfelden und Suhr trafen sich nämlich dort, um diejenigen Pflanzen und Tiere zu fördern, die etwas Unterstützung gut gebrauchen können.

Ohne diese Hilfe sähe die Natur im Grenzgebiet zwischen Suhr und Unterentfelden wohl kaum so aus, wie es viele Erholungssuchende vorfinden. Die Gewässer wären nur noch Feuchtstellen, die offenen kiesigen Flächen wären vollständig zugewachsen, die Waldränder wären überwuchert von schnellwachsenden Sträuchern und Bäumen wie Ahorn, Esche, Hasel und Hartriegel. Und die Hochstammobstbäume entlang der Gemeindegrenze wären wohl eher Sträucher als Bäume, vielleicht sogar abgestorben infolge Mäusefrass. Dies zu verhindern war das Ziel des Arbeitseinsatzes. Damit hat auch das Pfaffenhütchen wieder eine Chance und die Kreuzkröte findet Laichgelegenheiten, die sonst ausgetrocknet wären. Aus diesem Grund wurden an einer Feuchtstelle sogenannte Mikrotümpel gegraben. Diese bestehen aus eingegrabenen Behältern, die sich mit Wasser füllen und so die Funktion von wassergefüllten Traktorenspuren übernehmen. Der Unterschied ist der, dass das Wasser länger im Behälter liegen bleibt und es den Kreuzkröten so ermöglicht wird, zu adulten, überlebensfähigen Amphibien heranzuwachsen.

Eine Premiere ist der Einsatz von rund 25 Personen der Aktion “Bildung – Begegnung – Beschäftigung” des Netzwerk Asyl Aargau. Die Asylsuchenden kommen in den Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung, haben etwas Abwechslung in ihrem sonst relativ tristen Alltag und sehen, dass auch in der Schweiz nicht nur für Geld gearbeitet wird. Und wir erleben das “Asylwesen” in der Form von Menschen mit ihren Stärken und Schwächen und ihren je eigenen Charakteren und Interessen. Eine tolle Erfahrung – ich hoffe für beide Seiten!

Beim anschliessenden Zvieri blicken wir zufrieden auf einen schweisstreibenden, aber befriedigenden Arbeitshalbtag zurück.

Aktuelle Nachrichten