Damenturnverein
Damenturnverein Hirschthal feierte 75. Geburtstag

Das Jubiläum des Damenturnvereins Hirschthal wurde mit Aktivitäten während des ganzen Jahres gefeiert. Am eigentlichen Geburtstag aber wollten sich die Drahtzieherinnen einmal zurücklehnen. Einigen ist das fast gelungen.

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Auf den Tag genau vor 75 Jahren wurde der Damenturnverein Hirschthal mit 18 ledigen! Damen gegründet. In den Statuten war explizit vermerkt, dass keine Verheirateten Eingang in den Verein finden sollen. Eines Tages wurde dies aber offenbar stillschweigend geändert. Der einzige Hinweis ist bei einer Präsidentin zu finden, die plötzlich mit Doppelnamen in den Akten erschien. Ruth Lüscher kramte bei ihrer Begrüssung in der Vergangenheit, blickte vor allem aber auf die Aktivitäten im vergangenen Jubiläumsjahr zurück, das an der Generalversammlung mit Champagner und neuen T-Shirts gestartet wurde. Gleichzeitig konnte die Mädchenriege ihr 40-Jahr-Jubiläum feiern. Ein Wettkampftag für die ganze Familie sollte dazu beitragen, dass der Turnerei wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Am längsten Tag führte die gemeinsame Wanderung auf die Hochwacht zum Sonnenaufgang. Auch die Vereinsreise wurde zu etwas Besonderem. Dank Dauerregens gehörten die Tage der Wellness und dem gemeinsamen Spiel im Swiss-Holyday-Park.
Am Samstagabend startete nun die Jubiläumsparty mit «handverlesenen» Gästen. Und damit sich die Vereinsspitze auch ein wenig Entspannung gönnen konnte, kochte die Kölliker Häxe-Chuchi ein ausgezeichnetes Jubiläumsmahl - auch wenn der Begriff «Reis» offenbar in Kölliken noch nicht ganz verstanden wird.
Neben einiger Ehrenmitglieder war auch Hans Huber anwesend. Bis 1967 war er als Leiter tätig, danach gab es nur noch Leiterinnen.

Ein aktiver Verein
Nach Hochs und Tiefs verfügt der DTV Hirschthal heute über 60 aktive Turnerinnen, aufgeteilt in drei Altersstufen. 47 Mädchen turnen in der Mädchenriege, die heute drei Abteilungen umfasst. Erfolgreich ist auch der Walking-Treff. Dazu kommen 33 jugendliche Geräteturnerinnen, das Kitu und das Muki-Turnen. 16 Leiterinnen und vier Hilfsleiterinnen sorgen für einen geregelten und interessanten Turnbetrieb. Die Weiterbildung der Leiterinnen wird tatkräftig unterstützt.
Die Sozialkomponente hat im Verein einen sehr hohen Stellenwert. Zusammen will man am gleichen Strick ziehen, etwas erreichen und gleichzeitig auch gemeinsam etwas erleben.
Humorvolle Rückblicke, einerseits durch Therese Schenk und Nadine Näf, andererseits durch Ruth Lüscher und Sonja Morgenthaler zusammen mit Sonja Kirchhofer und Rita Frey - letztere gilt als Turnermutter schlechthin - dokumentierten den Zusammenhalt des Vereins in schönster Weise und zauberten manch ein Schmunzeln auf die Lippen der Gäste.

Ein Hauch von Peking
Als Gastreferentin war Petra Henzi eingeladen. Nach einer bemerkenswerten Mountainbike-Karriere, die sie erst mit 23 Jahren startete, fuhr sie an der Olympiade in Peking mit und errang ein olympisches Diplom. «Nicht einfach ein Blatt in A-4-Format, sondern ein richtiges Kunstwerk», erklärte sie stolz.
Wie weit, hart und steinig der Weg bis zur Olympiaden-Teilnahme ist, konnte Petra Henzi sehr aufschlussreich schildern. Sie bewunderte die Chinesen. Einerseits wurden die Wettkämpfer und ihre Begleitpersonen äusserst freundlich aufgenommen, andererseits setzten die Chinesen den Slogan «one world - one dream» konsequent um. Durch ihr Training in den chinesischen Bergen lernte sie aber auch eine andere Seite Chinas kennen, die Seite der Armut, Dörfer ohne jegliche Infrastruktur, verschmutzte Flüsse. Die Ausführungen der Sportlerin waren interessant und spannend, sie waren eine echte Bereicherung für diesen speziellen Geburtstag. (st.)

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