Primarschule
Corinne Schmidhauser sprach vor den Lehrpersonen in Schöftland

Als Überraschungsgast bei der Startkonferenz zum zweiten Semester konnte Corinne Schmidhauser, begrüsst werden. Sie berichtete von ihrem Engagement gegen Doping, von ihren Tätigkeiten in Beruf und Familie und von ihrer Vergangenheit im Skizirkus.

Marcel Siegrist
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Als Überraschungsgast bei der Startkonferenz zum zweiten Semester konnte Corinne Schmidhauser, (Präsidentin des Stiftungsrates der Stiftung Antidoping Schweiz, Rechtsanwältin und Mediatorin, ehemalige Spitzensportlerin, Schiedsrichterin Internat. Sportschiedsgericht Lausanne) begrüsst werden. Sie berichtete von ihrem Engagement gegen Doping, von ihren vielfältigen Tätigkeiten in Beruf und Familie und von ihrer Vergangenheit im Skizirkus.

Wie immer zu Beginn eines neuen Schulsemesters war ein Überraschungsgast an der Konferenz der Lehrpersonen der Schule Schöftland anwesend. Dieses Mal war es die ehemalige Skiweltcupfahrerin Corinne Schmidhauser. Nach Männern aus Politik, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung war eine Frau aus dem Bereich Sport angesagt. Gleich zu Beginn der Veranstaltung und weniger als drei Stunden nach der WM-Abfahrt gratulierte Corinne Schmidhauser der Silbermedaillengewinnerin Lara Gut. Diese sei ein Ausnahmetalent und es sei erfreulich, dass sie solche Leistungen bringen könne und bisher ganz offensichtlich super betreut wurde. Ein „Ausbrennen" einer solch jungen Spitzensportlerin wäre äusserst bedauerlich.

Corinne Schmidhauser erzählte aus ihrem Leben, wie sie beispielsweise nach dem Spitzensport ein weiteres Ziel, den Studienabschluss in Rechtswissenschaften, erreichte. Jede Person sei selber dafür verantwortlich, dass sie sich Ziele stecke und diese auch erreiche. Frau Schmidhauser erläuterte ihre Vorstellungen zur Schule und betonte, wie wichtig gute Rahmenbedingungen (beispielsweise kleine Klassen) seien: „Es ist äusserst wichtig, dass die Politik die Ausgaben für eine gute Schule spricht". Corinne Schmidhauser erzählte den Anwesenden, wie es ihr möglich war, sowohl im Weltcup erfolgreich zu sein als auch ein Studium erfolgreich abzuschliessen. Dies müsse auch heute möglich sein, deshalb engagiere sie sich auch in der Sportschule Davos.

Sport sei für sie eine hervorragende Lebensschulung gewesen, erklärte Corinne Schmidhauser. Es sei sehr wichtig, dass auch heutige Jugendliche Spitzensport machen können. Dabei soll es ihnen auch möglich sein, Weltklasseleistungen ohne Doping zu erreichen. Die Auswirkungen von Doping seien gravierend und es sei alles daran zu setzen, dass vor allem auch Jugendliche geschützt würden. Diese Überlegungen seien ihre grösste Motivation für die Tätigkeit als Stiftungsratsräsidentin der Stiftung Antidoping Schweiz.

Bedauerlich sei, so Corinne Schmidhauser, wie gewisse Politiker sich zwar bei Sportveranstaltungen in den vordersten Rängen zeigten, aber Abstriche bei Finanzen für den Sport oder Streichungen von Stundendotationen für obligatorischen Sportunterricht initiieren resp. mittragen würden.

Mit ihren klaren und packenden Antworten auf die Fragen von Heinz Leuenberger (Schulleiter) und Richard Suter (Leiter Kindergarten und Primarschule) wusste Corinne Schmidhauser alle Anwesenden in ihren Bann zu ziehen. Gerne hätte man ihr länger zugehört.

Heinz Leuenberger