Männerchor
Buchs: Männerchor reiste ostwärts

Hansruedi Helbling
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Bilder zum Leserbeitrag

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Das Wetter hätte besser nicht sein können aber auch alles andere hat gepasst an diesem Tag, als sich die Mitglieder des Männerchors Buchs auf ihren jährlichen Ausflug begaben. Bei noch angenehmer Kühle besammelte sich die fröhliche Schar um sieben Uhr beim Gemeindehaus und verliess flugs die Gemeinde in östlicher Richtung. Erst jetzt wussten alle, dass das Ziel im Fürstentum Liechtenstein lag. Dort, in der kleinen aber feinen Residenzstadt Vaduz, wartete denn auch der erste Programmpunkt: Eine Rundfahrt durch das Städtchen, vorbei am Roten Haus aus dem Mittelalter aber auch am Nationalstadion der Fussballer, das fürstliche Schloss dagegen strahlte aus der Höhe. Mittlerweile war es schon recht warm geworden und beim Besuch der fürstlichen Weinkellerei musste sich niemand über mangelnden Durst beklagen. Edle, wahrhaft fürstliche Weine wurden den Männerchörlern da kredenzt und beschwingt machten sie sich nachher auf zu einem kleinen Bummel durch die Fussgängerzone von Vaduz, natürlich nicht ohne vorher im Weinkeller mit seiner hervorragenden Akustik ein kleines Ständchen gebracht zu haben. Im Programm war aber (noch) Höheres vorgesehen und bald schraubten sich die beiden Kleinbusse den Berg hoch nach Malbun, mit seiner Höhe von 1600 Metern doch fast 1200 Meter höher gelegen als Vaduz. Hier war das Klima erträglicher und im Schatten von Bäumen und Sonnenschirmen liess sich im Garten des Restaurants / Gasthofs Galina prächtig tafeln. Ein kleiner Verdauungsausflug zum nahen Steger Stausee brachte Abwechslung und Gelegenheit zu einem Fussbad oder einem kleinen Nickerchen im Schatten – einer soll sogar ganz in den See gesprungen sein. Zurück im Garten des Restaurants wartete eine weitere Attraktion, nämlich eine Raubtierschau der besonderen Art: Greifvögel vom riesigen Steinadler bis zum grössenmässig eher bescheidenen Falken zeigten ihre Würde und ihr enormes Können – alles Tiere, die man sonst nie in der Nähe sieht, geschweige denn streicheln kann. Jetzt war es aber wirklich Zeit für den absoluten Höhepunkt des Tages: die Fahrt auf das knapp über 2000 Metern gelegene Sareis. Schon die Fahrt mit der offenen Sesselbahn hoch über die duftenden Kiefernwälder war ein Erlebnis – aber dann erst die Rundsicht in die herrliche Alpenwelt, die in der Sonne strahlte! Nur ungern nahmen die Teilnehmer später den Talweg in Angriff, die Meisten zu Fuss. Aber die Zeit rückte vor, die Heimfahrt war unvermeidlich, doch es war tröstlich, konnte sie doch in wunderbarer Abendstimmung zurückgelegt werden. Um 21 Uhr trennte sich die Reisegruppe wieder beim Gemeindehaus Buchs, alle Teilnehmenden zwar müde doch um eine nachhaltige Erinnerung reicher.

Bericht von Aaron Geissmann, Buchs