Birdlife Aarau
BirdLife Aarau im Rohrer Schachen

Maja Hort
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Ein gutes Dutzend Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Aarau / BirdLife Aarau folgten an einem sonnigen Frühlingstag der Einladung zum ersten Arbeitseinsatz 2015 im oberen Rohrer Schachen. Damit aber noch lange nicht genug: 15 Kinder der Jugendgruppe Sturnus (lateinischer Name des Stars) kamen dazu und bauten unter der Leitung von Therese Aegerter ein Wildbienenhotel und ein Bänkli aus Ästen und Zweigen.

Die Präsidentin des BirdLife Aarau, Susanna Maurer, hatte die Gruppe Heckenpflege unter sich. Nach einer kurzen Einführung ging es ans Ausholzen der alten Hecke. Hartriegel, Esche und Hasel wurden auf den Stock gesetzt, damit Weissdorn, Schwarzdorn und Schneeball mehr Licht und Raum bekamen. In diesen Büschen suchen Vögel gerne Zuflucht vor ihren Feinden und es sind auch wertvolle Pflanzen für jegliche Insekten.

Dickere Äste wurden zu einem Asthaufen aufeinandergelegt, für Iltis, Igel Eidechsen oder Blindschleichen.

Thomas Gerber baute mit seiner Gruppe Harald-Hecken am Waldrand. Diese Hecken wurden von Harald Cigler "erfunden". Sie bestehen im Grundgerüst aus einem auf Brusthöhe abgesägten Haselstrauch. Dann werden die Äste und weiteres Schnittgut in den Stämmen verkeilt. Zudem werden Brombeerruten eingearbeitet, damit Nesträuber daran gehindert werden, die Nester auszurauben. In diesen Heckenkugeln können nun Vögel nisten und andere Kleintiere sich heimisch fühlen (Anleitung unter www.birdlife-aarau.ch). An früheren Arbeitstagen wurden schon Harald-Hecken gebaut, diese mussten zurückgestutzt werden. Im Moment sind fünf solcher Hecken am Waldrand zu finden.

Später kamen noch einige Integrationsanwärter aus Eritrea und Syrien dazu. Es waren teils Familien oder Einzelpersonen, die mitarbeiteten. Sie wollten unsere Bräuche kennenlernen, mithelfen, mitmachen und verstehen. Sie waren gut gelaunt und aufgestellt und halfen tatkräftig mit, sodass die Projekte rasant voran kamen. So war die ganze Gruppe am Schluss auf 48 Personen angewachsen! Und, ist es nicht schön, wenn alle Nationen zusammen für die Natur etwas erreichen können?

Nach ca. 3 Stunden war das Ziel für diesen Tag erreicht und man schritt zum zweiten Teil: Ein feines Zvieri mit allem was das Herz sich wünscht: Käse, Salami, Speckzopf und Früchte. Dazu einen feinen Punsch, Süssmost und Mineralwasser. Alle griffen herzhaft zu und liessen es sich munden. Die Einen aus Eritrea anfangs etwas zögerlich, wussten sie doch nicht, was das alles war. Eine Helferin aus Eritrea brachte sogar ein typisches Fladenbrot mit, das sehr fein schmeckte. Es wurde gefachsimpelt und Anekdötchen ausgetauscht. Müde, aber zufrieden ging es auf den Heimweg.