STV Spreitenbach
Befreit aufspielen - und Rang 5 holen?

Roman Geissmann
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Am Sonntag spielt Spreitenbach zum Saisonabschluss in Merenschwand. Gegen den Gastgeber, der verzweifelt um den Ligaerhalt spielt, und gegen den Rekordmeister sollen weitere Punkte her. Rang 5 ist noch möglich und wäre eine super Klassierung im zweiten Jahr in der 1. Liga KF. Coach Grubenmann wird allen Spielern Einsatzzeit gewähren.

Gleich um 9 Uhr morgens müssen die Spreitenbacher am Sonntag in die Hosen. Sie treffen dann auf den Gastgeber aus Merenschwand. Die Merenschwander brauchen zwei Siege, um sich die minime Chance auf den direkten Ligaerhalt aufrechtzuhalten. Sie werden also alles reinwerfen. Spreiti auf der anderen Seite hat auch noch Ziele, auch wenn der Ligaerhalt (und damit das Saisonziel) bereits geschafft ist: Spreiti will Rang 5 holen! Dies wäre in der zweiten Saison in der höchsten Kleinfeldliga, und nachdem man im Vorjahr noch in die Playouts musste, eine super Klassierung. Gerade wenn man bedenkt, dass auch diese Saison wieder mehrere junge Spieler neu in den Kader eingebaut werden mussten. Und weil das Saisonziel geschafft ist, kann Spreiti ganz befreit aufspielen.

Coach Grubenmann zieht ein positives Saisonfazit und will nun in den letzten zwei Spielen nochmals angreifen: «Wir wollen einen optimalen Saisonabschluss. Wir können nun die guten Leistungen der ganzen Saison bestätigen. Ziel sind zwei Punkte gegen Merenschwand und auch gegen Gossau brauchen wir uns nicht zu verstecken», so der Coach. Im Hinspiel war man dem Rekordmeister ebenbürtig und verlor nur knapp (4:6) – das war ein richtig attraktives Unihockeyspiel mit viel Tempo und Kampf. Auf ein solches hoffen die Fans natürlich auch diesen Sonntag. Für Gossau geht es immerhin noch um den Gruppensieg. Dieses Spiel (Anpfiff 11:45 Uhr) sollte man sich wohl nicht entgehen lassen! Die Mannschaft würde sich über Unterstützung freuen.

Drei Teams streiten um Platz 5

Von Platz 5 bis Platz 8 ist für Spreiti noch alles möglich. Hinter den vier Playoffteilnehmern liegen drei Teams gleichauf: Gansingen, Niederwil und Spreitenbach. Zwar hat man gleich viele Punkte, das «pinke Ballet» hat aber das klar schlechtere Torverhältnis – den Kanterniederlagen gegen die Playoff-Teams geschuldet, wo Spreiti mit seinem offensiven Spielstil immer mal wieder ins Messer läuft (hier besteht bestimmt noch taktisches Steigerungspotential für kommende Saison). Trotzdem: Spreiti will Rang 5 holen. Dafür braucht es natürlich Punkte. Leider wird das Team aber reduziert anreisen: Cedu Heer spielt bei seinem Stammclub in der 3. Liga, wo die Mission «Aufstieg in die 2. Liga» auf dem Programm steht. Marco Biasca ist überdies verletzt und der junge Pascal Meier abwesend. Das ist die Chance für Rückkehrer Danny Weber und Jungspund Bruno Carneiro. Die beiden werden, wie alle anderen, die fit sind, definitiv spielen. Denn Grubenmann wird allen Spielern Einsatzzeit gewähren: «Ich werde den jungen und neuen Spielern – und auch unserem nimmermüden 3. Goalie – die Möglichkeit geben sich zu beweisen und für die nächste Saison aufzudrängen.»

Der Coach richtet seinen Blick also auch schon in die Zukunft. Nach dieser Runde wird das Team aber erst mal eine längere Pause einlegen, in der die Spieler ihre diversen Wehwehchen auskurieren und auch den Kopf lüften sollen.

Zuerst aber gilt: Vamos für den 5. Rang! Das wäre eine Klassierung, für die man vor der Saison wohl sofort unterschrieben hätte. Auch wenn Coach Grubenmann sagt: «Nein, dafür hätte ich nicht unterschrieben. Vor der Saison ist immer alles möglich. Ich habe höhere Ziele...» Er ergänzt jedoch sofort: «Aber klar. Das wäre eine tolle Steigerung gegenüber dem Vorjahr.»