Pfadi
Aufrichtefest weckte Vorfreude auf zweite Bauetappe

Conny Spielmann
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Sinn für Gemeinschaft Der Nationale Pfadischnuppertag lockte viele neugierige Kinder an. Sie erlebten gleich selbst, wie die Pfadi spielerisch den Sinn für die Gemeinschaft pflegt.
Bereit für jedes Abenteuer Die jüngsten Pfadi, die Kinder der Biberstufe, erlebten ihr erstes grosses Abenteuer. Die Leitenden achteten darauf, dass alle beisammen blieben.
Abteilungsleiter Dwalin dankte für die Unterstützung Dass die Pfadi Gösgen ein neues Heim bekommt, ist vielen vereinten Kräften zu verdanken. Die Leitenden erfahren damit eine grosse Wertschätzung für ihre ehrenamtlichen Jugendarbeit. Im Hintergrund sind die Kunstwerke von Paul Gugelmann zusehen, die er eigens für Pfadi hergestellt hatte.
Ausklang in der Abendsonne Der Pfadischnuppertag und das Aufrichtefest stiessen auf sehr grosses Interesse.

Zahlreiche kleine und grosse Gäste strömten am vergangenen Samstag zur Baustelle des neuen Pfadiheims auf dem Inseli in Niedergösgen. Die einen wollten im Rahmen des Nationalen Pfadi-Schnuppertags ein beeindruckendes Abenteuer im Wald erleben, die anderen interessierten sich für den Rundgang im neuerrichteten Rohbau. Einige waren extra angereist, um der Versteigerung der Kunstwerke von Paul Gugelmann beizuwohnen.

Nachdem die Kinder von den Leitenden der Pfadi Gösgen in Empfang genommen worden und zwischen den Bäumen verschwunden waren, versammelten sich die Erwachsenen im grossen Aufenthaltsraum des Pfadiheims. Markus Spielmann, Präsident des Pfadiheimvereins, hiess alle willkommen, allen voran auch die Handwerker, die sich engagiert ins Zeug gelegt hatten, um den Bau innert kurzer Zeit so weit voranzutreiben. Er dankte allen, die zum Gelingen der ersten Bauetappe beigetragen hatten und die für den anstehenden Innenausbau weiterhin ihr Bestes geben würden. Die Liste der Mitwirkenden sei lang, meinte Markus Spielmann, es sei eindrücklich mitzuerleben, wie das Projekt von so vielen Menschen auf unterschiedlichste Weise getragen werde - sei es finanziell oder durch Naturalspenden oder Frondienste. Er verstehe dies als klares Signal, dass die Jugendarbeit der Pfadi geschätzt werde und dass das neue Pfadiheim als zukünftiges Mietlokal für Feste und Lager einem echten Bedürfnis entspreche.

Ein kleines aber umso symbolträchtigeres Geschenk überbrachten die Altpfader aus Schönenwerd, welche das Bauprojekt der Pfadi Gösgen grosszügig finanziell unterstützen: Die kleine Holzfigur, die den Gründer der Pfadfinderorganisation, den Engländer Baden-Powell, darstellt, könnte dereinst einen Ehrenplatz bekommen im neuen Heim. Sie könnte als guter Geist über die zukünftig vereinten Pfadiabteilungen aus Niedergösgen und Schönenwerd wachen. Die Projektgruppe «Zäme witer» arbeitet seit einiger Zeit intensiv an den Fusionsplänen.

Wie der Bauleiter Marco Bitterli anschliessend ausführte, sei mit der Fertigstellung des Rohbaus ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. Für den Innenausbau werde der Einsatz von professionellen Bauunternehmen zunehmend durch Fronarbeit ersetzt. Freiwillige Helferinnen und Helfer mit mehr oder weniger Erfahrung als Handwerker seien eingeladen mitanzupacken. Das Zeil sei es, dass die Kinder und Jugendlichen der Pfadi im Herbst 2019 einziehen und dass das neue Pfadiheim dann auch als Mietlokal für alle zur Verfügung stehen würde.

Dass die Pfadi gut aufgestellt ist, bekräftigte der Abteilungsleiter Dwalin. Die Gösger Abteilung zähle 107 aktive Mitglieder, angefangen bei den jüngsten der Biberstufe über die Wölfe und Pfadi, bis zu den ältesten der Piostufe und den erwachsenen Leitenden. Aus Anlass des Schnuppertages seien an diesem Tag 95 Kinder vor Ort, die von rund 20 Leitenden engagiert betreut würden. Der Abteilungsleiter dankte dem Bauteam für den unermüdlichen Einsatz, den die Pfadi allein weder zeitlich noch fachlich bewältigen könnte. Mit dem neuen Heim werde für die Kinder und Jugendlichen ein grosser Traum in Erfüllung gehen. Dass die Pfadi Gösgen auf die treue Unterstützung von so vielen ehemaligen Mitgliedern zählen könne, liege in der Natur der Jugendorganisation, meinte der Abteilungsleiter. Man bleibe der Pfadi-Idee und dem Sinn für die Gemeinschaft ein Leben lang verbunden.

Zum Glück kann die Pfadi Gösgen für fast alle Einsatzgebiete auf einen freiwilligen Fachmann in ihren Reihen zurückgreifen. Die Versteigerung der Kunstwerke von Paul Gugelmann lag in den Händen von Felix Haefeli, Altpfader und Treuhänder. Gekonnt und äusserst unterhaltsam führte er durch die Gebote. Er liess den Bietern viel Zeit, was die Spannung im Publikum zunehmend steigerte und schliesslich zu schönen Zuschlägen führte. Das Kunstwerk «Kleine Nachtmusik» erreichte den Preis von Fr. 7‘000.-, «Frohe Fahrt» sogar Fr. 10‘250.-. Die Projektgruppe und der Vorstand zeigten sich hocherfreut über die gelungene Auktion, die nur durch Paul Gugelmanns aussergewöhnliche Schenkung zustande gekommen war.

Bei einem kleinen und feinen Imbiss unter der strahlenden Abendsonne liess die Pfadi Gösgen das Aufrichte-Fest gemütlich ausklingen. Frühling lag in der Luft – und die Zuversicht, dass auch die zweite Bauphase so schwungvoll verlaufen würde.