Ref. Kirchgemeinde Buchs-Rohr
Arbeitseinsatz der Jungsenioren in Ernen

Susanne Boeriis
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Bilder zum Leserbeitrag

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Aufgeboten von der reformierten Kirchgemeinde Buchs-Rohr stellten eine Gruppe von Senioren ihre Kraft und ihr Können während einer Woche für ein Projekt in einem Berggebiet zur Verfügung. Dieses Jahr war Ernen im Wallis das Ziel. Die „Stiftung und Vereinigung Heimatschutz und Kulturpflege in Ernen“ ist u.a. Besitzerin eines historischen Schützenhäuschen, einer einzigartigen alten Mühle und des Dorfmuseums. Diese drei Objekte galt es freizulegen und zu renovieren. Es zeigte sich bald, dass die Auftraggeber den Arbeitswillen der Männer etwas unterschätzten. Schon nach zwei Tagen mit der Neueinrichtung der Beleuchtung und der Elektrizität im Museum fertig, die Bilder waren gerichtet und einige Objekte entrümpelt. Die Arbeiten am Schützenhäuschen erwiesen sich als kompliziert. Zwar hatten die Senioren aus Stauffen gute Vorarbeit geleistet. Doch das Holzhaus zeigte Fäulnis und war an manchen Orten schadhaft. Die Fassade wurde erneuert und ein Podest um das Haus gelegt, so dass es jetzt von aussen einsehbar ist. Bei der kleinen Mühle mussten Bäume gefällt, das Holz ausgeräumt und abgeführt, sowie ein Steinsockel für ein altes Mühlrad erstellt werden. Als Zugabe wurden noch Gerümpel und Stroh aus einem uralten Stadel geräumt und ein historischer Kalkofen auf einer Alp in Stand gesetzt. Ernen kann dank dem Einsatz einige bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten besser präsentieren. So sollte dem Dorf der Tourismus als wichtige Einnahmequelle erhalten bleiben. Der Lohn für die Männer war eine tolle, anspruchsvolle Woche in guter Kameradschaft. Die Stiftung unter der Leitung von Peter Clausen dankte es ihnen mit einem leckeren Raclette samt feinem Tropfen am Donnerstagabend.

Pfr. Andreas Pauli