Forum der Älteren
Am Ende des Lebens

FORÄRA Treff 50plus: Der Aargauer Hospiz-Verein stellte sich vor.

Christian Fritschi
Drucken
Teilen

Wie und wo wollen wir die letzten Tage verbringen? Wer betreut und begleitet uns? Wer entlastet die Angehörigen von Schwerkranken?
Im Rahmen der regelmässigen Treffs 50plus organisierte FORÄRA - Forum der Älteren Region Aarau einen Vortrag über den Aargauischen Hospiz-Verein. Margrit Ammann und Sophie Trottmann stellten den Verein vor und berichteten über Hintergründe, Ziele und Arbeitsweisen. 1994 wurde der Verein in Zufikon durch Luise Thut mit weiteren 7 Freiwilligen gegründet, inspiriert von der Hospizarbeit in Amerika und London. Ziel des Vereins ist Leiden lindern und eine möglichst gut und ruhig verlaufende verbleibende Lebenszeit zu gewährleisten, getreu nach dem Leitspruch: „Der Mensch braucht Menschen, um auch im Sterben noch Mensch sein zu können". Geleistet wird die Begleitung Schwerkranker durch Freiwillige, häufig nach der Pensionierung. Ein Pflegepraktikum und ein Sterbebegleitkurs sind Vorbereitungen für diese anspruchsvolle Arbeit. Daneben braucht es viel Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Hausärzten, Spitexdiensten, ambulante Onkologie, Haushalthilfen. Als Selbstverständlichkeit gilt, dass die Patientenverfügung und die Wünsche Schwerkranker erfüllt werden; aktive Sterbehilfe aber hat keinen Platz. Dieser ambulante Dienst zu Hause, im Spital, im Pflegeheim ist gratis. Der Verein zur Begleitung Schwerkranker hat aber auch einige Pflegebetten im Hospiz, das früher im Pflegeheim Reusspark/Gnadenthal war und in Zukunft dem Pflegeheim „am Süssbach" in Brugg angegliedert ist. Für die stationäre Pflege müssen Pflegefachfrauen angestellt werden. Ein Tag im Hospiz kostet Fr. 180.--. Im Anschluss an die instruktiven Beiträge beantworteten die beiden Referentinnen die vielen Fragen der 35 Anwesenden. Es war für alle wohltuend zu hören, dass es am Lebensende eine sinnvolle, willkommene Alternative zu Supermedizin, Exit und Überforderung der Angehörigen gibt.
Katharina Gamp, Aarau
(Bitte den Artikel unverändert veröffentlichen.)

Aktuelle Nachrichten