Gewerkschaft
Alstom gefährdet Zukunft des Industriestandortes Baden

Die rund 6000 Alstom-Mitarbeitenden mussten es heute aus den Medien erfahren: Altstom will in der Schweiz 750 Stellen insbesondere im Bereich Kraftwerkbau abbauen.

Gewerkschaft Unia Region Aargau-Nordwestschweiz
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Das Vorgehen des Welt-Konzerns Alstom ist skandalös: 4000 Beschäftigte sollen weltweit ihre Stelle verlieren, alleine in der Schweiz deren 750 (also etwa jeder Achte) - und die Betroffenen müssen davon aus den Medien erfahren! Auch die Gewerkschaft Unia wurde von Alstom nicht vorinformiert. Mit diesem Vorgehen verletzt die Pariser Altstom-Zentrale die gesetzlichen Bestimmungen des Schweizer Obligationenrechts und das im GAV der Maschinenindustrie bei Massenentlassungen festgelegte Verfahren. Die Unia fordert unverzüglich eine rasche und umfassende Information der Vertragspartner. Der Arbeitgeberverband Swissmem muss bei Altstom entschieden auf die Einhaltung der geltenden Bestimmungen einzuwirken.
P olitik in der Pflicht
Der von Alstom geplant Kahlschlag gefährdet nicht nur hunderte von hochqualifzierten Arbeitsplätzen insbesondere im Kanton Aargau sondern auch die Zukunft des Industriestandortes Baden. Die Unia fordert darum Alstom auf, diesen Entscheid zurückzunehmen und gemeinsam mit der Unia und der Belegschaft nach Alternativlösungen zu suchen. In Frage kommen insbesondere:

  • Ausdehnung der Kurzarbeit auf das mögliche Maximum
  • Ausleihen von Mitarbeitenden an Unternehmen mit Überlast
  • Vermehrte Aus- und Weiterbildungsmassnahmen während Kurzarbeit
  • Teilzeitarbeit fördern, Modelle von Altersteilzeit ermöglichen

Die Politik und die Behörden des Kantons Aargau und des Bundes, namentlich der Aargauer Regierungsrat und der Bundesrätin Doris Leuthard sind nun gefordert. Sie müssen die Bemühungen der Gewerkschaften für den Erhalt der Arbeitsplätze entschieden und unbürokratisch unterstützen und alles unternehmen, damit möglichst wenig Mitarbeitende entlassen werden.