Gewerkschaft
Alstom-Belegschaft will Alternativvorschläge zur Massenentlassung einbringen

Am 25. Oktober 2010 informierten die Gewerkschaften Unia und Syna an einer offenen Mitgliederversammlung in Birr über die aktuelle Situation rund um den von Alstom im Aargau geplanten Stellenabbau von bis zu 750 Arbeitsplätzen. Dabei diskutierten die anwesenden Beschäftigten erstmals Alternativvorschläge.

Gewerkschaft Unia Region Aargau-Nordwestschweiz
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Der Unmut gegenüber dem Altstom-Managment war an der offenen Mitgliederversammlung der Gewerkschaften Unia und Syna mit Händen zu greifen: "Wir verlangen endlich eine transparente Information über die geplanten Massnahmen", lautete die am meisten geäusserte Forderung. Viele Alstom-Angestellte bekräftigten auch, mit guten Alternativvorschlägen und entsprechendem Druck von Arbeitnehmerseite liessen sich die bedrohten Arbeitsplätze retten.

Die Kernforderungen der Gewerkschaften Unia und Syna nach der Versammlung sind:

  • Volle Transparenz der Alstom über alle geplanten Abbaumassnamen und ihre Hintergründe.
  • Respektierung der geltenden Gesetze gesamtarbeitsvertraglichen Bestimmungen in der Schweiz durch den Alstom-Konzern. Dazu gehört auch der umfassende Miteinbezug der Sozialpartner (Personalvertretung und Gewerkschaften) in der Schweiz.
  • Maximale Reduktion des Stellenabbaus. Die Alstom soll ihre konjunkturellen Probleme mit Kurzarbeit überbrücken.
  • Sofern ein Stellenabbau aus strukturellen Gründen unvermeidlich ist, muss dieser über natürliche Fluktuation, interne Stellenangebote, Altersteilzeit und sozialverträgliche Pensionierungen ab 62 aufgefangen werden.
  • Eine Alstom Task Force unter Miteinbezug der Alstom-GL, der Personalvertretung, der Arbeitnehmerverbände und des Kantons Aargau soll die notwendigen Massnahmen ausarbeiten und umsetzen.