Judo Club
«Aber die Glacé!!!», war der Satz der noch nachhallte.

Rahel Kingsley
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«Aber die Glacé!!!», war der Satz der noch nachhallte, als die restlichen Trainer und Vorstandsmitglieder von der Unterführung verschlungen wurden.

Fangen wir von vorne an: letzten Sonntag hat der Judo Club Bad Zurzach seine Trainer und Vorstandsmitglieder als Dank auf eine Reise eingeladen. Der Ausflug führte über Baden nach Luzern. Ausser mir, ich kam von Olten direkt nach Luzern.

In Luzern schlenderten wir am See entlang bis zu einem Platz, der geeignet war, die mitgebrachten Sandwiches zu verdrücken. Nebst allen Judokas hat sich noch eine hartnäckige Wespe in die Gruppe eingeschlichen. Habt ihr schon Judo mit so einer versucht? Klein aber unschlagbar sage ich da nur und teilte mein Sandwich mit der Wespe.

Danach führte uns der Organisator - Marvin Kingsley - zum eigentlichen Ziel: Go Sailing. Dort empfingen uns die Skipper Henry und Nick. Das Los entschied, wer auf welchem Segelboot Platz nehmen durfte. Der Wind wollte nicht so recht und wir mussten ab und zu den Motor zu Hilfe nehmen. Besonders wir, als wir mit Henry das Boot von Nick aus dem Schlick ziehen mussten. Sein Boot war in eine Untiefe geraten. Segeln ist wunderbar entspannend, alle haben die Ruhe, die Langsamkeit genossen und waren total tiefenentspannt. Jeder der wollte, durfte auch mal ans Steuer oder beim Wenden mit den Segeln helfen. Es ist ganz und gar nicht einfach, immer auf Kurs zu bleiben, und dennoch die Übersicht zu behalten. Das Segel muss immer voll Wind sein, dazu all die anderen Boote, Kurschiffe und Kanuten im Auge behalten. Anfangs gab es grosse Fragenzeichen bei den Befehlen des Skippers: hart am Wind, aufluven, ins Lee fallen lassen, die Winsch bedienen und viele mehr. Mit der Zeit ging es aber immer besser. Wir wurden aber immer wieder vom Skipper korrigiert und auf kleine Boote usw. aufmerksam gemacht. Bald einmal warfen wir den Anker um einen Apero beim Sonnenuntergang auf dem See zu geniessen. Da sich die Sonne aber rarmachte, erzählte unser Skipper Henry bei einem Glas Wein, einige seiner Seemannsgeschichten. Dieser Segeltörn war einfach genial und wir genossen alle die kleine Auszeit.

Nachdem die Segelboote - und mit Ihnen auch wir - wieder heil im Hafen angekommen waren und uns von den Skippern verabschiedet hatten, gingen wir noch zum Nachtessen in ein etwas spezielleres Restaurant. Grottino 1313. Niemand wusste, was es zum Essen geben würde, denn es gibt einfach immer nur ein Menü auf der riesengrossen Speisekarte, die mitten im Restaurant aufgehängt ist. Die Speisen wurden auf den Tisch gestellt und wir durften uns selber bedienen. Kompliment an die Küche: alle Gänge waren wunderbar und beim Geniessen der Köstlichkeiten wurden unsere eigenen Seemannsgeschichten aufgefrischt.

Bei der Nachspeise konnte sich Marvin fast nicht mehr einrenken: zwischen jedem Bissen tönte es: 'Ach, die Glacé ist einfach genial...

Schliesslich wurde es Zeit, den Heimweg anzutreten. Beim Zurückgehen zum Bahnhof war jeder zweite Satz: 'aber die Glacé....'. Noch hallt mir dieser Satz in den Ohren.

Der Ausflug war einfach rundherum fantastisch und alle Teilnehmer hatten einen wunderbaren Tag zusammen verbracht und freuen sich schon auf die Vorstands-Trainer-Reise 2018!

Rahel Kingsley