Natur- und Vogelschutzverein Stetten
Abendexkursion mit dem NAVOS

Andreas Muiter
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IMG_2686.JPG Eine gemähte Wiese
IMG_2689.JPG Viele Arten Gräser
IMG_2692.JPG Der Aufbau an einige Beispiele erklärt
IMG_2701.JPG ... über Feld und Wiesen ...
IMG_2704.JPG nochmals die Vielfallt
IMG_2705.JPG die Pracht der Blüten
IMG_2706.JPG Ein Weiher für Amphibien

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Am Freitagabend trafen sich 28 Personen zu einer interessanten Abendexkursion. Sie wurde geleitet von Urs Somalvico (Botaniker, Pro Natura). Er führte uns über Feld und Wiesen und erzählte über deren Pflanzenwelt: Gräser.

Unter dem Überbegriff Gräser gehören weltweit 10'000 Arten. Dazu gehören Getreide (welche aus dem Mittelosten stammen), Reis (aus Asien) und Mais (aus Amerika). In der Schweiz trifft man nur 200 Arten an. Die Gräserfamilie ist eine junge Pflanzenfamilie. Während der letzten Eiszeit wurden viele Arten zerstört. In Mitteleuropa gab es früher keine Wiesen. Diese sind erst entstanden durch das Schneiden von Gräsern. Wenn nicht geschnitten wird, dann werden im Verlaufe der Zeit Bäume die Ueberhand nehmen. Sie halten das Licht fern von den Gräsern, wodurch diese sich nicht mehr entwickeln können. In den Bergen oberhalb der Baumgrenze gibt es die sogenannten Alpenwiesen. Diese natürliche Wiesen können bestehen weil in dieser Höhe keine Bäume das Licht wegnehmen.

Als Magerwiesen werden nährstoffarme Böden bezeichnet, die Platz bieten einer Vielfallt von Kraut- und Halbstrauchpflanzen (70-80 Arten) welche mit wenig Nährstoff auskommen. Pro Art können wiederum 10-20 Insektenarten davon leben. Boden welcher mit Dünger angereichert wurde, bietet nur für wenige Arten (bis zu 15) Platz. Dafür liefert dieser bis zu 3 mal mehr Milch.

Süssgräser sind aufgebaut aus Halmen (meistens rund und hohl) Blätter und Blüten. Die Blätter bestehen aus zwei verschiedenen Abschnitte, der Blattscheide und der Blattspreite. Die Blattscheide umhüllt den Halm und sorgt für Stabilität. Die Blattspreite enthält Blattnerven für den Stofftransport und dient der Aussteiffung der Blattfläche. Die Blüten sorgen durch Windbestäubung für die Fortpflanzung der Gräser. Männliche sowie weibliche Teile befinden sich auf der gleichen Pflanze.

Als letzter Posten der Exkursion wurde ein Halt gemacht bei den Weihern welche von Pro Natura errichtet worden sind. Hier mussten wir flüchten wegen einer Ameiseninvasion. Der Exkursionsleiter hat uns dann ein wenig abseits der Weiher erzählt über deren Nutzen. Sie bieten einen Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten.

Zum Abschluss der Exkursion trafen wir bei der Waldhütte Stetten ein. Hier wurden wir erwartet von unserer Partnersektion NAVOK, welche eine Exkursion über Schlafmäuse durchgeführt hat, und weitere Mitglieder des NAVOS. Wir liesen den Abend gemütlich ausklingen bei einer Wurst vom Grill und einem feinen Glas Rotwein.

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