Kantonallager Pfadi Aargau 2013
Aargauer besuchen das Zugerland – Kirsch- statt Rüeblitorte

Melanie Roethlisberger
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Aargauer im Zugerland. Bijou (Mirjam Müller, links) und Taz (Clemens Brunner, rechts) auf der Aufziehbrücke im Kantonallager der Pfadi Zug.
Die Aufziehbrücke. Sie fällt gleich ins Auge - die Aufziehbrücke im Kantonallager der Pfadi Zug verbindet die Stege auf beiden Seiten der Strasse.
Der Mann hinter der Brücke. Pius Sibler hatte die Idee für die Aufziehbrücke und sie dann gleich auch konstruiert.

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Es knistert und rauscht im Radio, der Empfang von fanfare.fm wird schlechter. Drei Aargauer Pfadis befinden sich auf dem Weg von Pfäffikon nach Wila. Ihr Ziel: „bloss e grossi Stadt“. Das Kantonallager der Pfadi Zug findet unter dem Motto ‚Hafenstadt’ statt und die rund 900 Teilnehmer werden ihre zwei Wochen Kantonallager nur 10km entfernt vom exkalabur verbringen.

Die Pfadi Aargau ist dieses Jahr nicht der einzige Kantonalverband, welcher ein kantonales Pfadilager durchführt. Ganze sieben Kantonalverbände haben diesen Sommer ein zweiwöchiges Sommerlager im Grossformat geplant. Dass die Pfadi Aargau nicht die Einzigen sind interessiert auch Taz (mit bürgerlichem Namen Clemens Brunner). Zusammen mit Asterix (Samuel Steiner) ist er im Kantonallager der Pfadi Aargau für das Ressort Radio zuständig. Da der offizielle Lagerbeginn erst nächsten Montag sein wird, haben die Beiden im Moment noch freie Hand, was sie moderieren und senden wollen. Für den heutigen Tag ist eine vierstündige Sendung zum Thema „Kantonallager“ geplant. Dafür nimmt Taz Kontakt mit den Hauptlagerleitern der Kantonallager der Pfadi Zug, Basel und Solothurn auf; ein vorproduziertes Interview mit Specht, dem Hauptlagerleiter des letzten Kantonallagers der Pfadi Aargau (1999), lässt sich dabei auch noch verwenden.

Während die Interviews mit den Hauptlagerleitern von Basel und Solothurn telefonisch im Radiostudio live geführt werden, bietet sich der Lagerplatz der Pfadi Kanton Zug für einen Besuch an. Nur 10km entfernt oberhalb von Wila (Tösstal) hat sich der Kantonalverband mit seinen Helfern niedergelassen. Das Lagerradio heisst „Nebelhorn“ statt „fanfare.fm“, die Lagerzeitung „Flaschenpost“ statt „exkalablatt“. Die Zuger Pfadis sind ebenfalls emsig daran, ihr Lager aufzustellen. Bereits sind auch hier die ersten Abteilungen auf dem Platz daran, sich einzurichten. Die Helfer sind währendessen damit beschäftigt, die Duschen und sanitären Anlagen zu installieren, den Leuchtturm fertig zu bauen und der Aufziehbrücke den letzten Schliff zu geben. Noch muss einiges getan werden, aber die Zuger sind, laut Hauptlagerleiter Miro (Michael Enz), auf einem guten Weg, rechtzeitig fertig zu werden. Bereits am Sonntag werden die ersten Kinder erwartet, bis dahin muss alles fixfertig stehen.

Das Highlight und wohl auch das Kernstück des Lagers bildet die Aufziehbrücke, welche die Stege entlang der Wege miteinander verbindet. Pius Sibler war für die Konstruktion und den Aufbau dieser Brücke zuständig. Die Idee dafür kam ihm, als das Motto ‚Hafenstadt’ bekannt wurde. Wie jede Hafenstadt sollte auch ihre Zeltstadt einen Steg haben. Mitten über den Lagerplatz führt aber eine Strasse. Für diese hätte der Steg entweder unterbrochen oder eine 4m hohe Brücke gebaut werden müssen. Was war naheliegender als eine Aufziehbrücke zu bauen? So kann – bei Bedarf – die Brücke einfach angehoben werden, um die Lastwagen und grösseren Fahrzeuge auf den Lagerplatz zu lassen.

Aber auch die anderen Bauten und technischen Möglichkeiten beeindrucken die Besucher aus dem Aargau. „Der Besuch in einem anderen Lager zeigt mir immer wieder, was sonst noch an Bauten alles möglich wäre“, so Bijou (Mirjam Müller). Zusammen mit Taz und einem weiteren Ressortmitglied war sie auf Besuch im Zugerland. Trotz aller Begeisterung sind die Aargauer Pfadis auf dem Heimweg dann aber doch froh, als das Radio nicht mehr knistert und das eigene Lagerradio - fanfare.fm - wieder klar empfangen werden kann.