Männerriege Niederlenz
90-Jahres - Jubiläumsreise der Männerriege

Marcel Wunderli
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7 Bilder
Flammkuchenspezialitäten-Restaurant im schicken Colmar
Weindegustation mit kompetenter Beratung
„Cathédrale Notre Dame de Strasbourg“ sehr imposant - auch bei Regen
Bootsfahrt in Strasbourg bis hinauf zum Europa-Parlament
Riquewihr es sei "die Perle der Elsässer Weingegend“
Gruppenfoto in Strassburg in einer Seitengasse am Quai.

Die Männerriege Niederlenz hat im 2016 ihr 90-jähriges Jubiläum. Das muss natürlich gefeiert werden! Dazu wurde eigens ein Komitee ins Leben gerufen, das zu Handen der Versammlung mehrere Vorschläge auszuarbeiten hatte. 4 Sitzungen und zwei Mitglieds-Abstimmungen bestimmten am 22.10.2015, dass das Elsass das Ziel dieser Reise sei. Das Rennen hat die Firma Twerenbold mit ihrem detailreichen Programmvorschlag gemacht. Ausschlaggebend dazu war auch, dass es nicht so weit weg war und mittels ca. einstündigen Fahrten abschnittsweise zu bewältigen war.

Fast überpünktlich fuhren am Samstag, 11.6.2016 um 07:45 Uhr, die angemeldeten 37 Teilnehmer von Niederlenz ab. Den ersten Stopp auf dem Weg nach Mulhouse aber legten wir bereits bei der Autobahnraststätte Pratteln ein, denn ein Morgenkaffee darf auf einer Reise einfach nicht fehlen. Um 10 Uhr betraten wir dann das Automobilmuseum „Collection Schlumpf“. Diese Ausstellung war hoch spannend, denn jeder sah sich in seine Kindheit zurückerinnert, da einige der ausgestellten Autos während unserer Jugendzeit aktuell im Alltag anzutreffen waren - wie schnell doch die Zeit vergeht ...

Nach einer weiteren Etappenfahrt betraten wir im schmucken Städtchen Colmar ein Spezialitäten­restaurant, das bekannt ist für seine Flammkuchen. Hier im „Pfeffel“ wurden uns 5 verschiedene Sorten abwechselnd serviert - äusserst lecker!

Mit vollen Bäuchen brachen wir nun wieder auf, um auf der „schönsten Weinstrasse nördlich der Alpen“, am Fusse der Vogesen, nach Obernai zu gelangen. Leider war die Aussicht in die Rheinebene und dem Schwarzwald oft etwas vom Regen getrübt. Hier machten wir Halt bei der Kellerei „Domaine Seilly“ und durften anlässlich einer Weindegustation feine Weine aus diesem Anbaugebiet kosten. Hier fanden sich die typischen Elsässerweine, alle lieblich und leicht süsslich, bis hin zum Gewürztraminer.

Nochmals waren ca. 25 km zu fahren, bis wir Strasbourg erreichten. Hier war im Hotel Mercure Zimmer­bezug angesagt, damit wir um 19:45 Uhr wieder abmarschbereit waren, um eine weitere typische Elsässerspezialität einnehmen zu können. Dazu wurden wir ins rustikale „Schnokeloch“ geführt - nur einige 100 m weiter ums Eck. Hier erlebten wir ein selten gewordener Brauch: es wurden Schüsseln und Platten zum selber Schöpfen aufgetischt - in grossen Mengen! Als wirklich alle mehr als satt waren, entschlossen wir uns, den Altstadtteil „Petit France“ bei Nacht genauer zu inspizieren. Ein wirklich schickes Städtchen - leider wurden wir dabei auch hier nicht vom Regen verschont. Vor der riesigen „Cathédrale Notre Dame de Strasbourg“ kamen wir kaum mehr aus dem Staunen heraus - nicht zuletzt auch ob der schönen Beleuchtung wegen. Auf dem Rückweg zum Hotel fand bald jedes Grüppchen ein Lokal, wo es noch ein Absackerle gab - und zudem hatten schliesslich die ersten Partien der EM stattgefunden ...

Spätestens um 08:45 des nächsten Morgens trafen auch die Letzten beim Frühstücks­buffet ein, denn wir hatten vor der angekündigten Bootsfahrt zu Fuss noch die ganze Altstadt zu durchqueren. Wir freuten uns alle sehr darauf und dazu hatten wir mit dem Wetter nun mehr Glück - es war fast strahlend schön, obwohl die Wetterprognose um ein Vielfaches schlechter war als am Vortag!

Die imposante Bootsfahrt führte uns vorbei an wunderschönen Fachwerkhäusern, Stadt­palästen und vielem anderen mehr in diesem UNESCO-gekürten Stadtteil - und noch immer war uns das Wetter hold. Nach diesen einstündigen Sinneseindrücken war ein abschliessendes Gruppenfoto ein Muss, bevor wir gemütlich zum Hotel zurückzumarschierten, wo der Bus dann auch schon auf uns wartete.

Nun fuhren wir auf direktem Weg südwestlich nach Riquewihr, zur „Perle der Elsässer Weingegend“. Ein schmuckes Dörfchen aus dem 13. - 18. Jahrhundert mit vielen schön restaurierten Fachwerkhäusern und einem eindrucksvollen Verteidigungstor aus dem 13. Jahrhundert - ein wahres „Freilichtmuseum“.
Hier (endlich) wurden wir zum Mittagessen erwartet - im als Geheimtipp gehandelten „La Grappe d’Or“. Abermals wurden wir köstlich verwöhnt mit einer weiteren Elsässer­spezialität. Alsdann hatten wir nochmals eine Stunde Zeit, individuell das doch recht bekannte Dörfchen unter die Lupe zu nehmen.

Aber zu bald war auch hier wieder Aufbruch angesagt, denn es galt, rechtzeitig den Rückweg anzutreten, damit auch der Chauffeur nicht unseretwegen noch Überzeit machen musste.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Konzept dieser schönen und abwechslungs­reichen Fahrt aufgegangen ist, dass man nur ca. einstündige Fahrten macht, dann eine kleine Attraktion besucht, bevor dann der nächste Block folgt.

Ohne Verkehrsstau gelangten wir nach zügiger Fahrt wieder nach Niederlenz zurück und staunten nicht schlecht, dass „die hier ännet dem Bözberg“ den ganzen Tag Regen hatten. Ja, an diesem Tag kamen wir trockenen Fusses davon, was überaus erstaunlich war. So nahmen wir um 18 Uhr gut gelaunt Abschied von einander und bedankten uns beim O.K.-Team und dem Chauffeur sehr herzlich.

  1. Wunderli M.

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