HC Olten
87. GV des HC Olten im Sinne der Weiterentwicklung und Professionalisierung des Trainerstabes

René Buri
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Co-Präsident Benoît Studemann blickte nach einer Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder Urs Ritter und Sämi Müller, in seinem Jahresbericht auf ein erfreuliches Vereinsjahr des Oltner Traditionsvereins zurück. Die Aktivmannschaften haben sich kontinuierlich verbessert gehören weiter zur Spitze im Schweizer Hockey. Als Highlight hob er den Erfolg bei der Trainersuche hervor. Bei den Damen ist seit März der erfahrene und gut vernetzte Deutsche Marcus Ventar, letzte Saison noch Damen- und Herrentrainer bei Erzrivale Rotweiss Wettingen, im Trainieramt. Für die Herren konnte ab April der ehemalige neuseeländische Nationalspieler Nathaniel Joy verpflichtet werden. Joy ist gleichzeitig Trainer der Schweizer Damennationalmannschaft und war vor zwei Jahren bereits einmal als Spielertrainer in Olten tätig. Ein weiterer Saisonhöhepunkt war das top organisierte FinalFour Turnier in der Stadthalle, einziges Manko: die Stadtclubs konnten sich als jeweils Meisterschaftsfünfte denkbar knapp nicht für den Anlass qualifizieren. Im Nachwuchsbereich wird weiter hervorragende Arbeit geleistet, was Studemann positiv in die Zukunft blicken lässt. Das Projekt „Vriendschaap“ mit dem holländischen Partnerclub HC Nijmegen im Hockeyland Nr. 1 für den sportlichen und sozialen Austausch ist auch auf Kurs. Probleme sieht Studemann in der langfristigen Bindung von Clubmitgliedern. Dem soll mit der Gründung der Gruppe „Freunde des Landhockeys in der Region Olten“ Abhilfe geschaffen werden.

Sportchefin Ramona Schwager stellte bei Ihrem Rückblick durchzogene Leistungen in der Halle fest, blickt jedoch dank der jungen Kader, dem vielen guten Nachwuchs vor allem bei den Damen und dank der beiden neuen motivierten Trainern Ventar und Joy sehr zuversichtlich in die Zukunft. Auf dem Feld sind die Herren erfolgreich Richtung direktem Wiederaufstieg in die NLA unterwegs. Die Damen sind auf einem noch zu bestätigenden Playoffplatz und stehen im Cup-Halbfinal gegen RWW.

Juniorenobmann Chrigl Conz konnte viel Erfreuliches aus der wachsenden Juniorenabteilung mit rund 90 Junioren und 14 Leitern und Hilfsleitern berichten. In Olten wächst vor allem im weiblichen Bereich eine starke Hockeygeneration heran. Das zeigt auch die Tatsache, dass viele Oltnerinnen in den U16 und U18 Nationalkadern vertreten sind. Die U15 Mädchen wurden Vize-Hallenmeister und sind auch in der Feldmeisterschaft auf Meisterkurs. Sowohl die U15 Elite wie auch die U18 Elite Junioren konnten sich für die Feld-Finalrunden qualifizieren. Und auch für weiteren Nachwuchs stehen die Zeichen gut – für das alljährliche beliebte Hockeylager in der zweiten Frühlingsferienwoche im Kleinholz sind rund 130 Kinder angemeldet. Zudem wird mit diversen J&S Kursen und internen Weiterbildungen auch in den nächsten Jahren weiter intensiv in die Trainerausbildung investiert. Mit den zwei frischgebackenen neuen J&S-Leitern Alessandro Vitelli und Cyrill Roth, beides aktuell Spieler der
1. Herrenmannschaft, konnte der Trainerstab mit noch mehr Hockey- und Sozialkompetenz erweitert werden.

Kassier Daniel Pfister freute sich über die gute finanzielle Situation und konnte feststellen, dass der HCO grund­sätzlich kerngesund ist, jedoch mit einigen Vorbehalten. Die Gebühren der Stadt Olten sind in den letzten Jahren bekanntlich gestiegen. Auch die Abgaben an den Hockeyverband zeigen steigende Tendenz. Zudem laufen die Verträge mit den langjährigen Hauptsponsoren aus und die Sponsorensuche läuft auf Hochtouren. Dies führt zur ersten Erhöhung der Mitgliederbeiträge beim HCO seit 20 Jahren (!) auf im Vergleich zu anderen Sportvereinen immer noch moderate Fr. 100.- für Junioren und Fr. 200.- für Aktive. Dank der unangefochtenen Zustimmung der Mitglieder kann Pfister auch fürs kommende Jahr ein ausgeglichenes Budget präsentieren.

Ehrenpräsident Paul Niederer würdigt darauf die stetig gute Arbeit des HCO-Vorstandes und blickt mit seinem Horizont HCO 2022 stichwortartig in eine positive Zukunft für den HC Olten: internationaler Austausch, professioneller Trainerstab, viele kompetente J&S-Trainer, grösste Juniorenabteilung aller Oltner Sportvereine, viel Fronarbeit, wertvolle Unterstützung von sportbegeisterten Eltern, professionelles Sponsoringkonzept, gesunde Finanzen, neuer Kunstrasen 2020/21, Gründung „Freunde des Landhockeys in der Region Olten“ unter der Leitung von Markus Vitelli im April 2018.

Neben den bisherigen Co-Präsidenten Reto Luginbühl (Kontakt Stadt Olten und Swiss Hockey) und Daniel Pfister (Finanzen) sowie Ramona Schwager (Sportchefin), Christoph Conz (Juniorenobmann), Anita Walther (Aktuarin) und den Mannschaftsdelegierten Nora Wintenberger und Beni Berger ergänzt Alessandro Vitelli als Beisitzer den HCO-Vorstand 2018, der im auf Antrag von Paul Niederer im Plenum einstimmig gewählt wird.

Der Abschluss der diesjährigen HCO-GV stand ganz im Zeichen des Rücktritts von Benoît Studemann. Nach der Auflösung des HC Schönenwerd folgte er seinen weiterspielenden Kindern zum HCO und engagierte sich 11 Jahre lang als Querdenker, Kreativpart und gut strukturiertes Organisationstalent mit viel Charme im Vorstand des HCO. Mit lang anhaltendem Applaus wurde Studemann gebührend gefeiert und hochverdient zum Ehrenmitglied ernannt. Weiter wurde auch der kürzlich pensionierte Kleinholz-Abwart Willi Beck, ein grosser Unterstützer des Vereins, mit dem alle HCO-Verantwortlichen immer ein tiptopes Einvernehmen hatten, zum HCO-Ehrenmitglied ernannt. Zu guter Letzt wurden einmal mehr die gute Seele für den Betrieb des Clubhauses, die nimmermüde HCO-Ehrenpräsidentin Christine Gruber, sowie Gabi Fischer für ihre umsichtige Organisation der Festwirtschaft an den Hallenturnieren, für Ihre wertvolle Arbeit geehrt.