St. Martinsbruderschaft zu Olten
75. Bruderschaftsfest der St.Martinsbruderschaft zu Olten

Jörg Oegerli
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undefined v.l.n.r. vorne: E. Hawlitschek, G. Ribaudo, R. Anderegg, P. Bischof, M. Demarmels, P. Pfister H.R. Moser, W.Krummenacher v.l.n.r. hinten: P. Müller, Th. Müller, P. Droste

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Am Sonntag, 13. November 2016, feierte die St. Martinsbruderschaft zu Olten das 75. Bruderschaftsfest. Der Festgottesdienst wurde vom kirchlichen Ehrengast, Offizial Dr. Peter Schmid, Domdekan und Domherr des Standes Aargau, zelebriert. Unter der Leitung von Josef Bisig sang der Kirchenchor St. Martin zusammen mit vier Solisten und einigen treuen GastsängerInnen die Messe in D-Dur von Antonín Dvoák, ein wahrhaft symphonisches Werk, das auch eine klang- und farbenprächtige Orgel voraussetzte.

In seiner Martinspredigt stellte Offizial Schmid unter anderem die Frage, weshalb der Hl. Martin dem Bettler nicht den ganzen Mantel gegeben habe? Dies wird von Historikern damit beantwortet, dass die Ausrüstung eines römischen Soldaten zur Hälfte noch dem römischen Staat gehörte. Somit hat Martin dem Bettler seinen ganzen Teil gegeben. Offizial Schmid betonte, dass die spontane Hilfe, die Martin ohne langes Überlegen geleistet hat, sehr wichtig ist. Man müsse mit offenen Augen durch die Welt gehen, Menschen, die frieren, ohne Geborgenheit sind, alleine sind und nicht beten können, sehen und ihnen helfen. Spontan das tun, was richtig erscheint. Es geht nicht, Martin zu feiern und nicht zu helfen!

Im Anschluss an den Gottesdienst war die Festgemeinde zu einem Apéro, serviert von der Frauengemeinschaft St. Martin, in den Bibliothekssaal eingeladen. Im Josefsaal konnte Altobmann Dr. Thomas Müller als Vertreter des vorzeitig zurückgetretenen Obmannes Dr. Markus Liechti rund 100 Martinsbrüder, Gesellen, Gesellenanwärter und Gäste begrüssen. Als weltlicher Ehrengast war Ständerat Dr. Pirmin Bischof anwesend.

In seiner Ansprache berichtete Ständerat Dr. Pirmin Bischof über verschiedene Gedanken, Meinungen und Forschungen zum Zusammenhang zwischen Christentum, Protestantismus, Katholizismus und Marktwirtschaft. Er erwähnte unter anderem auch, dass der Martinstag früher der Zinstag war. Er zitierte auch eine der zahlreichen Bauernregeln zum Martinstag.

Altobmann Dr. Thomas Müller konnte Markus Demarmels, Dr. Peter Droste, Eduard Hawlitschek, Walter Krummenacher und Philippe Müller als neue Gesellen aufnehmen. Dr. Roland Anderegg, Dr. Hans-Rudolf Moser, Peter Pfister und Dr. Giuseppe Ribaudo wurden nach dem Ende ihrer Gesellenzeit zu Martinsbrüdern ernannt.

Die Mantelspende ergab mit rund 10'145 Franken ein ansehliches Ergebnis. Die katholische Sozial- und Beratungsstelle wird vor Weihnachten wiederum zahlreichen bedürftigen Mitmenschen in der Region eine Freude bereiten können.

Jörg Oegerli, Statthalter (Text und Photos)

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