Lauf- und Ausdauersportverein Fricktal
35. Hallwilerseelauf mit Fricktaler Beteiligung

Trotz Regen und Nässe ein fantastisches Laufsporterlebnis

Urs Vogel
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Die 35. Austragung des Hallwilerseelaufs hatte trotz des sehr schlechten Wetters wiederum einen neuen Teilnehmerrekord. Während Stunden regnete es in Strömen und eine Vielzahl von Läuferinnen und Läufer waren völlig durchnässt. Vor allem beim Start des Kurzstreckenlaufs über 6,9 km um 13'00 Uhr beim Schloss Hallwil, öffneten sich die Schleusen als hätte ein Dammbruch stattgefunden. Neben dem Erlebnislauf, den vormittäglichen Schüler- und Jugendrennen, bot der Organisator dieses Jahr neu einen 10-Kilometer-Lauf an. Der Start war in Beinwil und das Ziel beim Hotel Delphin. Die Schifffahrtsgesellschaft stellte den Rücktransport nach Beinwil sicher. Somit kamen sowohl die Kurzstrecken- als auch die 10-Km-LäuferInnen in den Genuss einer Fahrt über den See. Die einen vor, die anderen nach dem Lauf. Nur diejenigen, die den höchsten Startgeld-einsatz bezahlt hatten, mussten um den ganzen See herum laufen. Trotzdem war in diesen Kategorien auch die grösste Beteiligung und bestimmt der attraktivste Wettkampf.

Das nasskühle Wetter zeichnete sich bereits am Vormittag an und trotzdem verzeichnete der Veranstalter mit 7‘135 Angemeldeten, von denen 6‘391 TeilnehmerInnen das Ziel erreichten, eine neue Rekordbeteiligung. - Mit dem Startschuss zum Hauptlauf über die 21,1 Kilometer rund um den Hallwilersee um 13'30 Uhr hörte der Regen blitzartig auf. Mit Temperaturen um die 14o C nahmen wir Halbmarathonläufer diese Herausforderung dadurch äusserst gelassen unter die Füsse, die Bedingungen waren für eine gute Zeit fast ideal und das Laufspektakel konnte beginnen. Bewährt hatten sich auch die Startfelder mit Intervallen von 5 Minuten, dadurch liessen sich die früheren Massierungen, Drängeleien, Behinderungen und unbeabsichtigten Beinstellereien am gegenüberliegenden Ufer des Sees grössten Teils verhindern. Am Ziel angekommen, gab es kurzzeitig noch leichte Aufhellungen und ein paar wärmende Sonnenstrahlen, die dem Laufsportspektakel noch die wettermässige Auszeichnung aufdrückte. - Aus der Tagespresse konnten wir erfahren, dass am Hallwilersee bald schon zur Tradition geworden, die Afrikaner glänzende Spitzenresultate erzielten und die Mehrheit der Spitzenplätze belegten. - Namentlich erwähnen möchte ich an dieser Stelle die drei Läufer, die bis heute alle 35 Austragungen erfolgreich absolviert haben. Der eine oder andere aus unserem Verein kennt diese Laufsportpersönlichkeiten allenfalls persönlich und wir gratulieren diesen Kameraden zu ihrer außergewöhnlichen und einmaligen Leistung: Silvio Bertschi, Pfeffikon; Beat Bucher, Hitzkirch und Peter Ramseier, Rheinfelden.
Nun zu unseren LäuferInnen, die in den Medien keine Erwähnung fanden. Es waren deren vier, die den Halbmarathon absolvierten. Als Vereinsbester und mit einer Stunde und 30 Minuten hat sich zum wiederholten Male Felix Müller in die Schlagzeilen gelaufen. Trotzdem, dass Felix etwas weniger schnell lief, als seine gewohnt guten Zeiten um 1'20 Std. - Als Vereinszweiter konnte sich der Schreibende einordnen. Den Berlin-Marathon von vor drei Wochen, so schien es, hat Urs bereits einigermassen verkraftet. Er absolvierte dieses Jahr seinen 20. Hallwilerseelauf und seine neuntbeste Zeit. - Auch noch unter einer Stunde und 40 Minuten schaffte es Daniel Geissbühler ins Ziel und belegte den 3. Vereinsrang. Dani der in all den Jahren, die wettkampfmässige Seeumrundung wegen der Arbeit, nicht absolvieren konnte, hatte sich nun mit der 35. Austragung einen seiner laufsportlichen Träume erfüllen lassen. Vielleicht auch deswegen, weil sein Arbeitgeber grosszügig als Sponsor auftrat. - Der vierte MKG Fricktal-Kämpfer war Gerhard Henzer. Geri ist gesundheitlich nach wie vor noch nicht dort angelangt, wo er wieder hinmöchte, jedoch reichte es ihm trotzdem zum viertbesten Vereinsrang. - Zwei weitere Vereinsmitglieder hatten sich für die Kurzstrecke über die 6,9 Kilometer, vom Schloss Hallwil ins Ziel in Beinwil, entschieden. Estelle Weingarten absolvierte wegen dem Berlin-Marathon in den Beinen, nur die Kurzstrecke und kam vermutlich deswegen nicht auf die angestrebte Zeit und einen Platz unter den ersten 8, war aber mit dem 11. Rang unter 158 Läuferinnen zufrieden. - Walter Ryter war in seinem Feld von 102 Läufern, wo der Jüngste 12 und der Älteste 79 war deutlich in der ersten Tabellenhälfte. Walti war der beste Läufer der über 65-jährigen und der Zweitbeste der über 60-jährigen. - Bravo Walti!
Nicht vergessen möchten wir an dieser Stelle diejenigen aus unserem Verein, die uns Läuferinnen und Läufer mit grossem Applaus und mit anspornenden Zurufen unterstützt hatten. Sollte ich im Eifer des schnellen Laufens die oder den einen oder anderen nicht erhascht haben, so verzeiht es mir. Ich hörte zahlreiche Zurufe, konnte jedoch den Blickkontakt nicht immer aufnehmen. Alle diejenigen verdienen ein grosses Dankeschön, speziell haben wir gesehen Kudi Bill, Susanne und Kathrin Müller.
Der erfolgreichen Läuferin und den schnellen Läufern einen Applaus und herzliche Gratulation für der grossartigen Erfolg.

Vereinsinterne Rangliste:
Halbmarathon über 21,1 km
[M 40 896 und M 50 452 klassierte Teilnehmer]

1. [131. M 40] Müller Felix 1'30'34,0
2. [118. M 50] Vogel Urs 1'37'55,2
3. [315. M 40] Geissbühler Daniel 1'39'00,1
4. [176. M 50] Heinzer Gerhard 1'42'27,2

Kurzlauf über 6,9 km
[Männer 102 und Frauen 158 klassierte TeilnehmerInnen]
5. [11. KL] Weingarten Estelle 33'34,1
6. [45. KL] Ryter Walter 35'48,4