Schweiz. Lebensrettungsgesellschaft
32. ordentliche Generalversammlung der SLRG Sektion Fricktal

Florian Lüthy
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Bilder zum Leserbeitrag

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Als Pioniere unterwegs – und auf einmal eine kleine Firma

cas. Eine GV ganz in Minne und Erfolg: Präsident, Kassier und Ressortschefs präsentieren ihre Berichte und erhalten für ihre gute Arbeit verdientermassen Decharge; Mitgliederbestand, Bilanz und Umsatz sind schön gewachsen und werden ebenso einstimmig abgesegnet wie das Budget 2014. Alles wie bei manch anderer Vereins-GV - wenn da nicht diese Vorreiterrolle wäre ...

Im Bereich Jugendsport und Freiwilligenarbeit nimmt die SLRG Fricktal seit einiger Zeit eine Pionierrolle ein: Noch nie haben so viele Kinder (über 900) wie letztes Jahr im Kinderschwimmkurs ihren Eisbär oder ein Abzeichen anderer Stufe erworben. Ebenso hatten die modularisierten Kurse für Rettungsschwimmer (früher "Brevets"), inklusive Aufschulung bis und mit korrektem Einsatz eines Defibrillatorgerätes, Zulauf wie nie zuvor.

So generierten die Kursangebote im 2013 deutlich mehr Umsatz und Einnahmen als budgetiert. Mit der Folge, dass der Verein bei der Sozialversicherung nicht mehr wie bisher als kleiner Fisch pauschal abrechnen kann. Nein, künftig muss die SLRG Fricktal als Arbeitgeberin für ihre vielbeschäftigten Schwimmleiterinnen die AHV abrechnen und Pensionskassenkonti führen – ähnlich einer kleinen Firma.

Unter allen Sektionen der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft ist das erstmalig. Kann sein, dass davon andere Mitglieder der Rotkreuzfamilie wie gewisse Samaritervereine schon länger betroffen sind. Gewissermassen gezwungen vom - und zum - Erfolg, reflektiert diese Entwicklung möglicherweise nur den Lauf der Welt ein wenig weg vom traditionellen sozialen Engagement hin zur steten Professionalisierung.

Im öffentlichen Interesse: Wassersicherheit

Genauso wie Kassier Michael Wunderl eine überaus solide Rechnung vorlegte, war Erfolg auch den öffentlichen Auftritten der SLRG Fricktal beschieden: erwähnt sei, neben dem Kurswesen, das Zweibrückenschwimmen im August 2013, mit Sonnenschein und Rekordbeteiligung (über 370 Schwimmerinnen und Schwimmer jeden Alters). Der gemeinsam mit den südbadischen Partnerorganisationen durchgeführte Anlass war, wie bis anhin stets, unfallfrei.

Auf der Wassersicherheit als Kernkompetenz der SLRG liegt, wie Präsident Volker Joh betonte, im neuen Jahr weiterhin der Fokus. Die Fricktaler Sektion nimmt diese Aufgabe, durchaus im Interesse der Öffentlichkeit, mit ihrem breiten Angebot wahr. Hierbei spielt im Tätigkeitsprogramm die Jugendarbeit eine zentrale Rolle: je mehr junge Rettungsschwimmer ausgebildet werden, desto mehr Wassersicherheit in Zukunft! Der Trainings- und Wettkampfeinsatz der Heranwachsenden war im 2013 wieder sehr gross. Und obwohl die Fricktaler für einmal nicht mit Schweizermeistertiteln auftrumpfen konnten, konstatiert Jugendleiter Florian Lüthy angesichts der übers Jahr erzielten vielen vorderen Ränge mit gewissem Stolz, dass die SLRG Fricktal weiterhin an der Spitze mitmischt. Anders gesagt: das Glas - oder eben das Bassin - ist sicher mehr halbvoll als halbleer.

Erfolgreiche Vereinsarbeit ist angewiesen auf die Mitarbeit von zahlreichen Helferinnen und Helfern, aber auch auf einen initiativen Vorstand. Hier ergeben sich bei der SLRG Fricktal folgende Mutationen: Karin Finkbeiner tritt zurück, Simone Vögeli und Angela Hurschler nehmen Einsitz. Der Dank des Vereins ist ihnen allen gewiss - und das SLRG-Schiff segelt sicher auf seinem sozialen, sportlichen und professionellen Kurs.