Help-Point Sumy
2600 Kilometer in den "Wilden Osten"

Mercedes Wettingen unterstützt Hilfskonvoi des Vereins Help-Point Sumy in die Ukraine

Marcel Siegrist
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11 Camions voller Hilfsgüter für Spitäler, Heime und Schule sowie ein
Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr starten am 12. September von Wohlen
aus zur Fahrt nach Sumy. Zwei Zugmaschinen im humanitären Konvoi werden
von Mercedes Wettingen zur Verfügung gestellt. "Ich war selber schon bei
einem Hilfskonvoi dabei und unterstütze das humanitäre Engagement des
Vereins Help-Point Sumy gern", sagt Geschäftsführer Alex Meier.
Seit vier Jahren bringt der Verein Help-Point Sumy aus Wohlen humanitäre Hilfsgüter in die Ukraine. In erster Linie handelt es sich um Spitalbetten, medizinisches Material, Ausrüstung und Fahrzeuge für Feuerwehr und Polizei sowie Mobiliar für Schulen und Kindergärten. "Finanziert werden unsere Konvois durch Spenden und Mitgliederbeiträge, der Verein verursacht keine administrativen Ausgaben", sagt Präsidentin Marianne Piffaretti. "Die freiwilligen Fahrer bezahlen ihre Kosten für Unterkunft und Verpflegung auf dem Konvoi selber und geben zudem noch Ferientage daran", betont sie. Trotzdem sind für den bevorstehenden Konvoi beträchtliche Finanzmittel nötig. "Der grösste Posten ist der Treibstoff, dazu kommen Kosten für Fahrzeugunterhalt, Gebühren für Bewilligungen, Ausgaben für Übersetzungen und vieles mehr", zählt Piffaretti auf.
Keine Kosten entstehen dem Verein Help-Point Sumy dagegen für die insgesamt 11 Camions, mit denen die 100 Tonnen Hilfsgüter transportiert werden. Zugmaschinen und Auflieger werden von Sponsoren zur Verfügung gestellt. Einer davon ist die Mercedes Wettingen. "Konvoileiter Andreas Sulser kontaktierte mich, er war auf Fahrzeugsuche und sah in unserem Unternehmen einen möglichen Partner", erinnert sich Alex Meier. Der Geschäftsführer war von Anfang an begeistert von der Tätigkeit
des Vereins. "Wir waren sofort überzeugt: Da müssen wir mithelfen", sagt Meier.
Mercedes Wettingen war schon bei mehreren Hilfskonvois als Sponsor dabei. Den Transport im September unterstützt das Unternehmen mit zwei Sattelschleppern vom Typ Actros und Axor. "Beides sind top-moderne Fahrzeuge, mit Schlafkabine und dem üblichen Zubehör", sagt Meier. "Wir freuen uns sehr über dieses grosszügige Engagement, dadurch werden die Konvois überhaupt erst möglich", erklärt Andreas Sulser vom Verein Help-Point Sumy.
Alex Meier erklärt die Motivation, den Verein Help-Point Sumy zu unterstützen: "Ich war im Frühling selber als Fahrer beim letzten Hilfskonvoi dabei. In der Ukraine habe ich mit eigenen Augen gesehen, dass die Hilfsgüter dringend benötigt werden und am richtigen Ort ankommen. Darum unterstützen wir den Help-Point Sumy gern." (fhä)

Bild: Bereits im April engagierte sich Mercedes Wettingen: Alex Meier (rechts) zusammen mit Konvoifahrer Marco Aeschlimann nach der Ankunft in Sumy.

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