Frauensportverein
2-tägige Wanderung entlang des Doubs

SVKT Däniken-Gretzenbach

Marcel Siegrist
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Einer der ersten nebligen Morgen nach der Oltner Chilbi kündigte unmissverständlich den Herbst an. Daraus wurde ein sehr schöner aber heisser Tag, dem ein weiterer, etwas schwülerer folgte.
Genau an diesem Samstag traf sich zu früher Stunde ein munteres Grüppchen von 14 SVKT-Turnerinnen am Bahnhof Däniken. Während der Fahrt nach Les Brenets wurden wir von Maria mit selbstgebackenen Zöpfli und Schoggistängeli verwöhnt. Nach kurzem Bergabmarschieren durch das Dorf Les Brenets, gelangten wir zur Schiffslände, wo das Boot auf uns wartete, welches uns zum Saut-du-Doubs brachte. Zuerst flach aber immer höher, wilder, romantischer, verschlungener wurden die Felsformationen an beiden Seiten des Ufers. Am Ende des Bassins mussten wir das Schiff verlassen. Bis dorthin war das Wasser friedlich, klar und spiegelglatt, um ein paar Meter weiter eindrücklich, tosend, mit einer stiebenden Gischt den 27 Meter hohen Wasserfall hinunterzustürzen. Beim Bewundern dieses Naturschauspiels meldete sich der Hunger. Nach dem Mittagessen hiess es Rucksack auf und Wanderstöcke einstellen. Les Planchettes hiess unser Wanderziel. Der schmale, seitlich steil abfallende Weg führte uns durch die wildromantische Schlucht des Doubs. Manch ein Schweisstropfen wurde vergossen aber mit den immer wechselnden Eindrücken schnell vergessen. Nach über drei Stunden erreichten wir les Planchettes, wo die Zeit für eine Erfrischung im Restaurant noch reichte, bevor uns das Postauto nach La Chaux-de-Fonds brachte. Dort bezogen wir unsere Zimmer im Hotel Moulin. Nach dem Frischmachen begaben wir uns zum Restaurant du Grand Pont. Wir gönnten uns einen wohlverdienten Apéro und danach wurde uns ein feines Nachtessen serviert. Bevor wir uns in unsere Schlafgemächer zu¬rückzogen, offerierte uns der Wirt noch einen Schlummertrunk. Der Fussmarsch am zweiten Tag ver¬sprach härter und länger zu werden. Darum stärkten wir uns mit einem einfachen aber sehr reich¬haltigen Frühstück. Das Postauto fuhr uns zurück nach Les Planchettes. Die zweite Etappe begann mit einem steilen Abstieg bis hinunter zu dem Ort wo im 19.-20. Jahrhundert die Schmuggler verkehrten. Danach wanderten wir wieder dem Doubs entlang. Der Weg blieb anspruchsvoll. Wir hatten umgestürzte Bäume zu über- oder unterqueren, auch wurden wir unfreiwillig geduscht. Dafür entschädigten uns die vielen wildromantischen Eindrücke wie geschwungene und eingeschliffene Felsformationen über uns, still und gemächlich fliessendes Wasser unter uns und moosbehangene Bäume dazwischen. Manchmal wähnte man sich in einem Feenwald und das Lied vom Zigeunerleben, wo das Wasser vom moosigen Stein getrunken wurde, war Wirklichkeit. An einem solch märchenhaften Ort machten wir Mittagsrast und verpflegten uns aus dem Rucksack. Zum Zvieri stoppten wir bei den Fischern in der Buvette des Graviers. Gerade rechtzeitig und etwas verschwitzt erreichten wir am Abend die Bushaltestelle in Maison Monsieur. Nach kurzem T-Shirtwechsel traten wir die Heimreise an. Zufrieden und mit vielen Eindrücken reicher verabschiedeten wir uns am Bahnhof in Däniken. (chu)