Roboter Verein
2. Platz für Döttinger Team Pfiffikus

Die First Lego League 2008 ist zu Ende. Die Jugendlichen des Döttinger Roboter Vereins Aaretal war erfolgreich.

Marcel Siegrist
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Dean Kamen, Gründer von FIRST und Initiator der ersten LEGO League in den USA, hat die Idee zur Gründung von First und Lego League im folgenden Zitat zusammengefasst : "Wir müssen den Kindern zeigen, dass es mehr Spaß machen kann, ein Videospiel oder einen Roboter zu kreieren und zu konstruieren, als damit zu spielen." Und er hat vollkommen Recht behalten. Es macht Spass und wie.......
Zahlen und Fakten haben dies in den letzten 10 Jahren immer wieder bewiesen. Die erste Teilnahme der Schweiz am FLL Wettbewerb in Zentraleuropa fand im Jahre 2004 statt; da waren es 171 Teams mit 1259 Teilnehmern. Im laufenden Jahr haben sich 614 Teams aus D, A, CH, H, CZ, PL, SK für den FLL Wettbewerb gemeldet und zwar mit über 4000 Jugendlichen, davon ca. 20% Mädchen! Weltweit nahmen über 40 Länder daran teil mit fast 150'000 Jugendlichen.
Und die Jugendlichen im RVA, Roboter Verein Aaretal, sind vom FLL Virus regelrecht infiziert. Sie treffen sich regelmässig 2x im Monat um Roboter zu planen, bauen und programmieren. Aber richtig ernst wird es jeweils ab Ende September. Da ist im Training Stress angesagt. Jede freie Minute wird geopfert um die international gestellten Aufgaben für den FLL Wettbewerb zu lösen, denn man hat nur 8 Wochen Zeit! Strategie, Kreativität, Vorstellungsvermögen, technisches Geschick und Programmierung sind unabdingbar. Nicht zu vergessen und unter gewissen Aspekten sogar noch wichtiger sind aber Ausdauer, Durchhaltewille, Zielorientierung und den Mut, manchmal etwas ganz Neues und Gewagtes auszuprobieren. Das Robot Game gilt nur zu 25% für die Gesamtwertung. Die Forschungspräsentation, das Teamwork und das Robot Design werden ebenfalls bewertet. Gerade das macht FLL ja aus: die Mischung aus Technik, Wissenschaft und Sozialem. Die Art und Weise wie ein Team zusammen arbeitet, wie man miteinander umgeht, wie Verantwortung und Kompetenzen im Team aufgeteilt werden, sind genauso wichtig wie Kenntnisse in Programmierung und Technik. Und das Team Pfiffikus hat mit seinem Erfolg bewiesen auf dem richtigen Weg zu sein. Im Regionalwettbewerb in Romanshorn hat sich Pfiffikus super geschlagen und ist mit 2 Pokalen nach Hause, den Pokal für die beste Forschungspräsentation sowie den Pokal als FLL Champion und somit die Qualifikation für das zentraleuropäische Finale am letzten Samstag im Technopark/Zürich.
Die Freude bereits zum zweiten Mal hintereinander FLL Champion zu werden und am europäischen Finale teilnehmen zu dürfen war schon riesig. Pfiffikus unter den 24 besten europäischen Teams! Aber ebenso gross waren auch die Zweifel: würde Pfiffikus mithalten können? Sabrina, Dominique, Manuel, Anna, Jonas und Noah haben sich gut organisiert, gruppenweise jeden Tag trainiert, den Roboter umgebaut und die Programmierung noch angepasst. Zum Sieg hat es nicht gereicht, aber Pfiffikus hat den 2.Platz in der Kategorie Teamwork erreicht und in der Gesamtwertung den 13.
Das Ganze hat mal wieder richtig Spass gemacht, vor allem mit einem so tollen Team, indem sich jeder wirklich gut mit dem anderen versteht und in dem alle wirklich an einem Strang gezogen haben. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, auf die nächste FLL Teilnahme. Pfiffikus hat wieder dazu gelernt und nächstes Jahr werden wir das auch anzuwenden wissen. (Aza)

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