Gewerkschaft
150 Franken für alle auf dem Bau stehen uns zu!

Die Arbeitnehmenden aus dem Bau- und Baunebengewerbe der Region Aargau sind wütend über die unanständig tiefen Lohnangebote der Arbeitgeber. Mit einer Protestaktion auf der Baustelle in Widen fordern sie zusammen mit ihrer Gewerkschaft Unia ein faires Lohnangebot. Ähnliche Protestaktionen finden auf Baustellen in der ganzen Schweiz statt.

Gewerkschaft Unia Region Aargau-Nordwestschweiz
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Die auf der Baustelle Widen versammelten Arbeitnehmenden aus dem Bau- und Baunebengewerbe protestieren gegen die mickrigen Lohnangebote in den aktuellen Verhandlungen. So hat der Baumeisterverband an der letzten, dritten Verhandlungsrunde gerade mal 0,6 Prozent Lohnerhöhung angeboten, was bei den tiefsten Baulöhnen gerade mal 26 Franken ausmacht. Die Arbeitgeber im Baunebengewerbe verweigern ebenfalls substanzielle Lohnerhöhungen. Coop mit Lohnerhöhungen von bis zu 4,3 Prozent und die Post (+2,8 Prozent) haben bewiesen, dass es auch anders geht. Umso weniger verstehen die hart arbeitenden Arbeiter aus dem Bau- und Baunebengewerbe, dass sie mit Brosamen abgespiesen werden sollen.

Die Haltung der Arbeitgeber ist unfair und macht auch wirtschaftlich keinen Sinn. Denn die Auftragsbücher in der Bauwirtschaft sind voll, die Perspektiven gut und das Personal knapp. Überstunden und extremer Druck sind für die Arbeitnehmenden an der Tagesordnung. Dafür wollen die sie jetzt endlich anständig entlöhnt werden.

Beitrag an die höheren Lebenskosten

Die von den Gewerkschaften geforderten 150 Franken für alle sind angesichts der guten Konjunktur angemessen und verkraftbar. Sie sind zudem ein notwendiger Beitrag an die auch nächstes Jahr massiv steigenden Krankenkassenprämien. Zudem haben die Leute auf der Baustelle auch etwas mehr zum Leben verdient. Die Arbeitnehmenden im Bau- und Baunebengewerbe in der Region Aargau fordern ihre Patrons auf, die unverständliche Haltung in den Lohnverhandlungen aufzugeben und den Beschäftigten ein faires Stück vom grösser gewordenen Kuchen abzugeben.