Budo Schule
120 Bremgarter Randokaner demonstrierten am 43. Judoturnier Lebensfreude pur!

Zum 43. Mal fand in Berikon das Judoturnier der Budo Schule Randokan statt. Für viele Schülerinnen und Schüler ist dieser Anlass jeweils der Höhepunkt des Judojahres, an dem sie dem Publikum zeigen, was sie gelernt haben und sich sportlich untereinander messen. Im Laufe des Tages fand eine Schweigeminute für die Opfer der Katstrophe im Ursprungsland des Judo statt und die Schule sammelte durch Kuchenverkauf einen Spendenbatzen zur Unterstützung von Judoverbänden in Japan, der durch die Inhaberin Suzanne Emch zu einer ansehnlichen Summe verdoppelt wurde.

Marcel Siegrist
Merken
Drucken
Teilen

Zum 43. Mal fand unter dem Motto "Bester Einsatz von Körper und Geist - zum Fortschritt und Wohlergehen Aller", einem der beiden Grundsätze des Begründers des Judo, Professor Jigoro Kano, das Judoturnier der Budo Schule Randokan statt. In unsere Alltagssprache übersetzt bedeutet das:
Alle Kämpferinnen und Kämpfer geben ihr Bestes und verhalten sich fair und sportlich, im Sieg und in der Niederlage. Auf der Matte, dem Ort an dem die Wettkämpfe ausgetragen wurden, waren sie Gegnerinnen und Gegner, danach waren sie wieder Kolleginnen und Kollegen, die gemeinsam den Kampf besprachen oder einander beim nächsten Kräftemessen anfeuerten. Die Judokas, so nennt man die judotreibenden Schülerinnen und Schüler, wissen aus ihrem Judoalltag, dass sie auf einander angewiesen sind, um sinnvoll trainieren zu können und so weiter zu kommen. An der Budo Schule Randokan wird deshalb neben den verschiedenen Kampftechniken auch das Erlernen von sozialen Kompetenzen wie Respekt, Fairness und eigenverantwortliches Handeln grossgeschrieben. Dadurch erleben die Judokas, dass vergnügte Gemeinsamkeit und die Regeln, die das Kampfsporttraining beinhaltet, gut nebeneinander Platz haben. Das zeigten sie auch in der halbstündigen Show vor den Schlusswettkämpfen:
Schlagtechniken wechselten sich ab mit eindrücklichem Brettchen zerschlagen und Einlagen der Jugendlichen, die auf hohem Niveau gezeigte Techniken mit slapstickartigen Inhalten verknüpften. Das Publikum lachte und applaudierte begeistert.

Judoka für Judoka - Kerzenlicht für Judokids von Judokids
Vor der Show zündeten die Judokas für ihre Judogspänli in Japan Kerzen an und schwiegen eine Minute lang, um ihrer zu gedenken. Um den Aufbau der Infrastruktur in den Präfekturen von Fukushima ebenfalls zu unterstützen, schloss sich die Budo Schule Randokan dem Aufruf des Schweizerischen Judo- und Ju-Jitsu-Verbandes an, der mit Judoverbänden der betroffenen Region zusammenarbeitet. Während des ganzen Turniertages wurden selbstgebackene Kuchen verkauft. Der gesamte Erlös, der durch die Schule verdoppelt wurde, kommt dem Projekt "Judoka für Judoka" zugute.

Siegerinnen und Sieger
Neben den Siegerehrungen am Ende der Wettkämpfe, konnten neun junge Menschen zwischen 15 und 20 ihr 10jähriges Jubiläum an der Schule feiern. Als zum Teil kleine Kinder lernten sie Judo kennen und verfeinerten im Laufe der letzten zehn Jahre ihre Kampfsporttechnik und erweiterten ihre sozialen Kompetenzen. Die Inhaberin der Budo Schule Randokan honorierte ihre Ausdauer, indem sie ihnen einen speziellen Jubiläumsgürtel überreichte. Doch auch dieses Jahr wurde klar: Alle Mitwirkenden des Turniers waren Siegerinnen und Sieger, denn sie hatten sich mutig den Kämpfen gestellt, gezeigt, was sie können und einen Tag lang Gemeinsamkeit gefeiert und genossen.