Feldschützengesellschaft
12.Chnöbeli-Chopf-Schiessen in Mooserlau

Fast 800 Schützen folgten der Einladung

Marcel Siegrist
Drucken
Teilen

Am Ostermontag und über das vergangene Wochenende hat die Feldschützengesellschaft Mooslerau bereits zum zwölften Male die Schützen aus der näheren und weiteren Umgebung eingeladen, am Chnöbeli-Chopf-Schiessen teilzunehmen. Dieser Einladung sind beinahe 800 Schützinnen und Schützen gefolgt. Sie haben sich unter wechselhaften, aber unter Schützen allseits bekannten Wetterbedingungen einem Wettkampf untergeordnet, der sie vor die Aufgabe stellte, dem Lauf der Gewehre höchste Punktzahlen abzuverlangen. Diese wurden denn auch erreicht, aber wie es sich im Schiesssport unter Wettkampfbedingungen gehört, nur in äusserst spärlicher Ausführung. Trotzdem erreichte die Kranzquote auch dieses Jahr wieder den seit längerem ermittelten hohen Standard.
Damit beweisen die Schützinnen und Schützen ihren Anspruch an die Hürde von Qualität und Können.
Jahr für Jahr erhöht sich zudem die Teilnehmerzahl an jüngeren und älteren Frauen, die den Männern im Anspruch an die erhoffte Punktzahl damit immer näher rücken.

Geschossen wurde auch diesmal mit Armeewaffen wie dem Sturmgewehr 90, dem immer beliebteren Standardgewehr oder dem unverwüstlichen Karabiner. Das von der Armee vor Jahren ausrangierte Sturmgewehr 57, bis vor geraumer Zeit noch ein Fossil unter den anspruchsvollen Schützen, erlebt indes eine schon fast biblische Auferstehung. Ungeachtet der vor Jahren noch vertretenen Meinung, das Sturmgewehr 57 gehöre in die Schützengräben und nicht in den Schiessstand, erinnern sich immer mehr aktive Teilnehmer an die vergangene Militärdienstzeit und verbieten sich die Meinung, dass der alte "Chascht" ins Museum gehört. Mit der immer ausgefeilteren Technik, dieses Gewehr auch mit modernster Zielvorrichtung auszurüsten, wurden auch in Mooslerau Spitzenresultate erzielt.

Der Veranstalter bedankt sich bei der Bevölkerung von Mooslerau für das Verständnis, auch dem traditionell verankerten Schiesssport seinen Platz in der Vielfalt der sportlichen Möglichkeiten weiterhin zu gewähren.
Er bedankt sich aber ganz besonders bei der unmittelbaren Nachbarschaft zum Schützenhaus, wo die Lärmbelastung und die Fahrwegbenützung im Quartier ein Optimum an Toleranz abverlangte. Der Veranstalter bedankt sich aber auch bei allen Schützinnen, Schützen und Helfern für die drei tollen Tage im Beisein von kameradschaftlichem Gedankenaustausch und dem Wunsch, dem Schiesssport in seiner jahrhundertalten Tradition ein Leben zu gestatten, das sich sportlich anfühlt und besonders für junge Burschen und Mädchen ein Höchstmass an Disziplin einfordert und zu einem sozialen Verhalten untereinander einlädt. ks

Aktuelle Nachrichten