Spitalsituation

Ein Fünftel mehr Patienten in Spitälern

Wer früher in der Pflege tätig war und jetzt nach einer Pause wieder in den Beruf einsteigen möchte, hat im Kantonsspital Aarau die Möglichkeit dazu.

Wiedereinsteigerinnen

Wer früher in der Pflege tätig war und jetzt nach einer Pause wieder in den Beruf einsteigen möchte, hat im Kantonsspital Aarau die Möglichkeit dazu.

Bis 2020 müssen Spitäler 17 Prozent mehr Patienten betreuen. Gesundheitsdirektorin Susanne Hochuli fordert die Spitäler auf, «bereit zu sein für Veränderungen.»

Die Nordwestschweizer Kantone Aargau, Baselland, Basel-Stadt und Solothurn mit zusammen 1,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern haben gemeinsam ihre Bedarfsplanung im Gesundheitsbereich bis 2020 erarbeitet und die Resultate in Liestal vorgestellt. Die Kantone zeigen damit, dass sie die Gesundheitsversorgung über ihre Grenzen hinaus planen wollen. Im Aargau gilt das natürlich auch für Nachbarkantone wie Zürich und Luzern.

Grenzübergreifende Gesundheitsversorgung

Ganz im Gegensatz zu BS, BL und SO erwartet der bevölkerungsmässig junge Aargau bis 2020 in den Spitälern 17,3 Prozent mehr Patienten und im Effekt 11 Prozent mehr Pflegetage. Dies, weil der Kanton bis dann 12 Prozent mehr Einwohner haben dürfte und weil mehr Menschen altersbedingt hospitalisiert sein werden. Die bisher geltende aargauische Spitalkonzeption 2015, die noch mit einem Abbau von 200 Spitalbetten gerechnet hatte, ist damit überholt, wie Gesundheitsdirektorin Susanne Hochuli an der Medienkonferenz in Liestal sagte.

Gleichzeitig haben die Gesundheitsdirektoren der vier Kantone gemeinsame Kriterien für ihre jeweiligen neuen Spitallisten erarbeitet.

Susanne Hochuli sagte gegenüber Radio DRS: «Wer am Status Quo festhält, wird Überraschungen erleben. Wir fordern alle auf, bereit zu sein.«

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