Die Idee eines Busses, der ohne Umweg über die andere Talseite direkt nach Triengen fährt, hatten auch schon andere Talbewohner. Sie könnte nun Realität werden. An einer Informationsveranstaltung zwischen Behörden- und Kantonsvertretern aus Aargau und Luzern im Schöftler «Schlossgarten» am Mittwoch wurde dieses Thema aufs Tapet gebracht. Beim überkantonalen Treffen ging es in erster Linie um das neue Buskonzept im Su(h)rental, das mit dem Fahrplanwechsel 2012 in Kraft treten soll. Auslöser dafür ist der veränderte Fahrplan der Wynental- und Suhrentalbahn: Künftig kommen die Züge aus Aarau später in Schöftland an respektive fahren früher von da weg.

Die Auswirkung: Keine Busanschlüsse von und nach Sursee mehr. Die Konsequenz: Eine Überarbeitung des jetzigen Buskonzeptes. Das haben die Kantone Aargau und Luzern gemacht. Einerseits sollen die Stammlinien durch verkürzte Strecken auf Luzerner Boden beschleunigt, andererseits Teilabschnitte verdichtet werden. Dazu gehört der Eilkurs Schöftland–Triengen, mit voraussichtlich einem Halt bei der Post Kirchleerau. Die neue Buslinie wird vorerst dreimal morgens und abends und im Stundentakt angeboten.

Ein Riesenvorteil für Leute, die etwa bei der Trisa in Triengen arbeiten oder täglich zwischen Schöftland und Luzern pendeln. Für Letzteres würde man gerade noch 55 Minuten benötigen. Steige die Nachfrage nach dem Eilbus, würde sich das Angebot erweitern, sagten die Verantwortlichen am Mittwoch. Solche Eilkurse seien zukunftsweisend, im Kanton Luzern habe man damit gute Erfahrungen gemacht. Über Kosten mochte man nicht gross reden, doch beruhigten die Kantonsvertreter besorgte Gemüter: Die Mehrkurse würden in der Toleranzgrenze der jetzigen Aufwendungen liegen.

Ab Mitte April geht das Buskonzept in die Vorvernehmlassung. Über die Kantonsseite www.ag.ch können Bevölkerung und Gemeinden Wünsche und Anregungen anbringen.