Robert Obrist aus Schinznach Dorf

Der «Römer» zieht mit seiner fahrenden Taverne von Ort zu Ort

Obrist präsentiert römische Köstlichkeiten

Robert Obrist

Obrist präsentiert römische Köstlichkeiten

Bei dne Römern gabs nicht nur Gelage, sie verpflegten sich auch mit Fastfood. Der Förderverein Werksattt Schenkenbergertal weckt mit seiner fahrenden Taverne kulinarische Genüsse.

Robert Obrist vom Förderverein Schenkenbergertal trägt eine römische Tunika und steht vor der hölzernen Taverne. Darauf liegen Köstlichkeiten mit antiken Namen: Panis militaris, In Ovis Apalis, Moretum, Puls. Zu gut Deutsch: Legionärsbrot, gekochte Eier mit Pinienkernpaste, Kräuterkäse, Eintopfgericht mit Getreide.

Obrist erhebt seinen Tonbecher: «Zum Wohl.» Er trinkt nicht etwa Rotwein, sondern eingedickten Traubensaft: Defrutum, das die Römer zum Süssen ihrer Speisen benutzten.

«Genuss auf Rädern», heisst das Projekt des Fördervereins Werkstatt Schenkenbergertal. Der «harte Kern» des Vereins zieht damit von Anlass zu Anlass, der Legionärspfad in Brugg bietet dazu die stimmigste Kulisse. Die «Römer» kochen auch gern und gut für private Feste.

«Mc-Donald’s-Fans machen einen grossen Bogen um ums», sagt Robert Obrist schmunzelnd. Ansonsten stösst der römische Schnellimbiss auf grosses Interesse. Die Kastenmühle ist für die Kinder besonders attraktiv, sie schroten – wie einst die Legionäre auf ihren Feldzügen – Emmer. Das Getreide war in der antiken Zeit ebenso als Eintopf beliebt.

«Mit unserer fahrenden Taverne wollen wir Genuss vermitteln und das Bewusstsein der Konsumenten für den Wert regionaler Lebensmittel fördern», sagt Obrist. So arbeitet der Förderverein Werkstatt Schenkenbergertal mit regionalen Betrieben zusammen: Der einheimische Metzger wurstet, der Bäcker macht Knäckebrot, Landfrauen backen Brot im Holzofen.

Die fahrende römische Taverne soll Landwirte ermuntern, gleichwertige Projekte auf die Beine zu stellen. Der Aargau biete genügend Geschichte, findet Obrist: «Bei uns lebten auch Habsburger und Eidgenossen. Diese hatten bestimmt kulinarische Exklusivitäten.

Vorerst bleibt Obrist bei seinem süssen Traubensaft. Zum Kühlen wirft er «Nero-Schnee» in den Tonbecher – in der modernen Zeit würde man dies «Crushed Ice» nennen.

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