Hansruedi Zimmermann aus Villigen

Der Bauer verkauft das exklusive Fleisch japanischer Wagyu-Rinder

Der Bauer hegt und pflegt seine exotischen Rinder

Hansruedi Zimmermann

Der Bauer hegt und pflegt seine exotischen Rinder

Von der Schweiz über Australien nach Japan: Bauer Hansruedi Zimmermann hat auf eine spezielle Weise zu seinen japanischen Rindern gefunden. Sein Wagyu-Beef ist sehr begehrt.

«Power to the Bauer» steht auf dem T-Shirt von Hansruedi Zimmermann. Der 46-jährige Bauer steht mit seinen kräftigen Wagyu-Rindern auf der Weide. Er war der Erste in der Schweiz, der diese exotischen Tiere zu züchten begann – zehn seiner Aufzuchtrindern pflanzte er dafür ein Embryo ein. Im letzten Dezember schlachtete er das erste japanische Rind. Die Nachfrage nach dem Fleisch sei gross: «Eine Delikatesse, der Rolls-Royce unter den Tieren. Saftig, aromatisch, es vergeht auf der Zunge. Und es hat einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren.»

2005 holte sich der Landwirt und Marketingplaner einen Hexenschuss. Darum beschloss er, sein Milchkontingent zu verkaufen und japanische Rinder zu züchten. «Mein Bruder brachte mich auf die Idee. Er ist Spitzenkoch in Australien und weiss, wie begehrt das Fleisch ist.»

Der Landwirt hat Erfolg mit seinen japanischen Rindern. Über seine Internetseite vertreibt er das exklusive Fleisch. Da sind die Kunden schon mal bereit, bis zu 500 Franken pro Kilo Filet hinzublättern.

Damit das Fleisch schön rosa und marmoriert ist, verfüttert Zimmermann seinen Rindern Traubentrester und Zuckermais, ein Nebenprodukt von der einheimischen Firma Schwarz Viva. Hin und wieder massiert der Landwirt seine Wagyu-Rinder. Nicht mit Sake, wie es in Japan üblich ist, sondern mit Bier.

Demnächst werden die «Japaner» in eine ausgediente Autowaschanlage gestellt und dort gebürstet. Auch das dürfte ein Novum in der Schweizer Landwirtschaft sein.

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