Beinwil am See

Baden ja, Wassertrampolin nein: Wie sich das Strandbad auf die Öffnung vorbereitet

Badmeister Silvan Suter bleibt stets gelassen und positiv.

Badmeister Silvan Suter bleibt stets gelassen und positiv.

Am 6. Juni können Schwimmbäder wieder öffnen. Das freut den Bademeister in Beinwil am See, doch es gibt auch einige Herausforderungen.

Badmeister Silvan Suter kann aufschnaufen. Zumindest teilweise. Der Bundesrat hat einen nächsten Lockerungsschritt verkündet, ab dem 6. Juni können Schwimmbäder wieder öffnen. Silvan Suter ist Badmeister und Restaurantbetreiber in Beinwil am See. Am 10. Mai, am Muttertag, hätte die Badi eröffnen sollen. Dass dies nicht möglich sein wird, hatte sich länger abgezeichnet. Silvan Suter und sein Team haben in den letzten Wochen neben den jährlich anfallenden Arbeiten für die Saisoneröffnung und Unterhaltsarbeiten erledigt. Zum Beispiel die alten Pingpongtische aus Beton herausgespitzt und durch neue ersetzt.

Dieser eine Monat, in dem die Badi nicht öffnen konnte, ist für Badmeister Suter noch keine Katastrophe. «Im Mai wäre sowieso noch Vorsaison gewesen», sagt er. Dieses Jahr sei das Wetter gut gewesen an Auffahrt und voraussichtlich auch an Pfingsten, das schmerze schon. «Doch die Saison habe ich noch nicht abgeschrieben», sagt er. Ob es eine erfolgreiche wird, hange von zwei Faktoren ab: Dem Wetter und der Anzahl Badigäste, die eingelassen werden dürfen. Für Ladenflächen beispielweise gilt die Regel von einer Person auf 10 Quadratmetern.

«Gemessen an dieser Regel dürften wir 1280 Personen reinlassen», sagt Suter. An Spitzentagen in vergangenen Saisons hat die Badi bis zu 2500 Eintritte gemessen, Suter vermutet, dass sich an Spitzensonntagen bis zu 2000 Personen gleichzeitig in der Badi aufhielten. Momentan werden in der Badi nur die Eintritte gezählt, um den Überblick über die Gäste zu behalten, müssen neu auch die Austritte verzeichnet werden.

Keine Flosse und Spielgeräte im Wasser

Unabhängig davon, wie viele Personen ab dem 6. Juni gleichzeitig in die Badi dürfen, haben Silvan Suter und sein Team schon Massnahmen umgesetzt. «Ein- und Ausgang sind klar voneinander getrennt. Überall wo man ansteht, gibt es Markierungen. Bei den Garderoben und WCs darf nur eine bestimmte Anzahl Leute rein, bei den Pissoirs ist jedes zweite abgesperrt», zählt Suter auf. Alles Regeln, welche der Bevölkerung mittlerweile gut bekannt sein sollten. Eine Regel bedauert der Badmeister ein bisschen: «Die Flosse und Spielgeräte im Wasser sind aktuell abgesperrt.» Auf dem Wassertrampolin sei es schwierig, Abstand zu halten. Da leide der Spassfaktor. Aber baden und sünnele sollte mit dem immer noch währenden 2-Meter-Abstand möglich sein, Saisonkabinen und -kästli können normal bezogen werden.

Ein Thema, das die Seeregion beschäftigt, sind die Parkplätze. Um Besucherströme von weither fernzuhalten, wurde in den Seegemeinden ein Grossteil der Parkplätze gesperrt. Auch beim Strandbad in Beinwil am See seien momentan nur zirka 30 Prozent der Parkplätze benutzbar. «Ich hoffe jedoch, dass diese mit der Saisoneröffnung wieder freigegeben werden», sagt Suter. Bis dann gilt es für Suter, sich ganz genau über die für seine Badi geltenden Vorschriften zu informieren und die entsprechenden Massnahmen umzusetzen.

Dieses Jahr ist nicht das erste aussergewöhnliche in Silvan Suters Tätigkeit als Badmeister in Beinwil am See. Letztes Jahr sorgte ein echter oder vermeintlicher Kaiman für Aufregung am Hallwilersee. Dieses Jahr durchkreuzt Corona viele Pläne. Silvan Suter bleibt stets gelassen und positiv. «Natürlich hätte ich gern normal gearbeitet in den letzten Wochen», sagt er. «Aber wir machen das Beste daraus.» Zum Beispiel das Restaurant schon über Pfingsten öffnen. Von Samstag bis Montag können die Gäste schon ein bisschen Badiluft schnuppern, das Baden muss allerdings noch warten.

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