Der europäische Tiefkühlriese hat Kölliken zum Zentrum seines schweizerischen Geschäftes ausgewählt: Der in Paris beheimatete Stef-Konzern investiert in den kommenden Monaten über 35 Millionen Franken in ein Logistikzentrum. Bis Ende 2018 werden zwischen der Halle der Sondermülldeponie (SMDK) und der Autobahn 140 Arbeitsplätze geschaffen. Zu den wichtigsten Kunden von Stef wird der Schweizer Molkereiriese Emmi gehören, mit dem die Franzosen im September einen Partnerschaftsvertrag unterschrieben haben.

Gebaut wird schon seit einigen Wochen. Jetzt war Grundsteinlegung. Stanislas Lemor, stellvertretender Geschäftsführer von Stef, erklärte: «Für uns ist die Schweiz bei der Ausweitung unserer Transport- und Logistikdienstleistungen für Lebensmittelprodukte in Europa ein Schlüsselland.» Kölliken ermögliche es, den Netzwerkeffekt voll auszunutzen – insbesondere in Richtung Deutschland und Italien. «Wir danken der Gemeinde Kölliken für die gute Zusammenarbeit bei der Konkretisierung unserer Pläne», betonte der Franzose. Stef war in der Schweiz bisher mit kleineren Drehscheiben in Kriens LU, Cadenazzo TI, Bussigny VD und Satigny GE präsent (total 100 Arbeitsplätze).

18 000 Palettenplätze

Das Firmenareal in Kölliken ist 2,5 Hektaren gross. Die Lastwagen dürften die A1 über Holziken erreichen. Auf dem Stef-Gelände werden 6000 Paletten-Plätze für Kühlprodukte und 12 000 Palettenplätze für Tiefkühlprodukte geschaffen. Das Grundstück bietet zudem Ausbaumöglichkeiten für die Bewirtschaftung von Lebensmittelprodukten bei Umgebungstemperatur.

Der Neubau soll im Herbst 2017 in Betrieb genommen werden. In einer ersten Phase gibt es 40 neue Jobs. Bis Ende 2018 dürften laut Medienmitteilung 100 weitere Stellen dazukommen. Die Angestellten führen die Warenannahme, die Kommissionierung, das Co-Packing und die Fahrzeugbeladung durch.