SC Langenthal

Trotz deutlicher Steigerung verliert der SCL auch die zweite Finalpartie

Der SCL, hier Goalie Marc Eichmann (l.) und Noel Guyaz (r.), musste sich in der Verlängerung von Lausannes Larri Leeger geschlagen geben.

Der SCL, hier Goalie Marc Eichmann (l.) und Noel Guyaz (r.), musste sich in der Verlängerung von Lausannes Larri Leeger geschlagen geben.

Der SCL verliert das zweite Spiel im NLB-Final gegen Lausanne unglücklich mit 2:3 nach Verlängerung. Gegenüber der Kanterniederlage im ersten Final-Spiel gelang dem SC Langenthal eine klare Leistungssteigerung, aber Lausanne war dennoch zu stark.

Die letzte Aktion des Spiels passte zum gestrigen Abend. Der SCL drückte in der Verlängerung auf die Führung, kämpfte, machte mehr fürs Spiel. Aber den entscheidenden Treffer schoss Lausanne. «Je länger die Partie dauerte desto mehr hatte ich das Gefühl, dass wir das bessere Team sind», sagte Tim Weber nach dem Spiel immer noch leicht ungläubig nach der plötzlichen Niederlage.

Es war einer der seltenen Lausanner Entlastungsangriffe, welcher die Entscheidung in diesem Spiel brachte. Ein Schuss von Sigrist liess Marc Eichmann abprallen. Für einmal war kein Verteidiger zur Stelle, welcher die Situation für den SCL-Schlussmann entschärfen konnte. Stattdessen kam Leeger an die Scheibe, und dieser wartete bis Eichmann auf dem Boden lag, bis er die Scheibe über den SCL-Keeper ins Tor lupfte.

Es war der Schlusspunkt unter eine Partie, die der SCL aufgrund der Spielanteile hätte gewinnen müssen. Bis zur dreissigsten Minute behielt Lausanne noch die Überhand. Zwar konnte der SCL früh in Führung gehen. Reist musste in der fünften Minute die erste Strafe des Spiels absitzen. Nach etwas mehr als einer Minute im Powerplay schlug Noel Guyaz zu. Mit einem Knaller von der blauen Linie brachte der SCL-Routinier sein Team in Führung.

Konter besiegelt Niederlage

Bis zur Pause konnte das Team von Heinz Ehlers die Führung allerdings nicht halten. Lausanne-Topskorer Setzinger zeigte nach seiner Traumpass-Gala vom Freitag (vier Assists), dass er auch Tore schiessen kann. Irgendwie kam er im Drittel des SCL an die Scheibe und verwertete eiskalt. Der zweite Lausanner Treffer kam nach einem Fehler im Spielaufbau zu Stande. Die Scheibe ging wegen einer Unkonzentriertheit unnötig verloren. Dostoinov reagierte blitzschnell, lancierte Sigrist und dieser behielt alleine vor Eichmann die Nerven. Nach diesem Tor bewies der SCL aber Kämpferherz.

Kurz nach Anpfiff des Schlussdrittels gelang der Ausgleich. Nach einem Gewühl vor Caminada war es Stefan Tschannen, der die Scheibe über die Linie bugsierte. In Folge bestimmte der SCL die Partie. Lausanne beschränkte sich in der Offensive auf einige Konter. Und einer dieser Konter bescherte dem SCL schliesslich den «Sudden-Death», den plötzlichen Tod . «Wir hatten genug Chancen, um dieses Spiel zu entscheiden. Es fehlte einfach das Quäntchen Glück im Abschluss», analysiere Noel Guyaz den Grund für die Niederlage.

Klare Leistungssteigerung

Eines ist klar: Nach der Kanterniederlage vom Freitag gelang dem SC Langenthal eine klare Leistungssteigerung. Gegen jedes andere NLB-Team hätten sie mit dieser Leistung wohl auch gewonnen. Aber Lausanne ist in der diesjährigen Ausgabe so stark wie nie. Gestern hat das Team von John van Boxmeer bewiesen, dass es auch Spiele gewinnen kann, in denen man eigentlich die schlechtere Mannschaft war. Auch das ist leider eine Qualität.

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