Der Zug kam bei der Nothaltestelle Ferden auf der Walliser Seite des Tunnels zum Stehen. Das sei ein guter Zufall gewesen, sagte ein BLS-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. So gestaltete sich das Umsteigen für die Reisenden in den Ersatzzug einfach. Perrons waren vorhanden, ein Verbindungsstollen ebenfalls.

Feuerwehr begleitete Passagiere

Begleitet von Feuerwehrmännern gelangten die Reisenden durch den Stollen in die andere Tunnelröhre, wie eine Augenzeugin der sda berichtete. Dort konnten die Reisenden auf einen Ersatzzug umsteigen. Dieser traf rund eine Stunde nach der Blockierung des SBB-Doppelstöckers ein. Im Tunnel roch es unangenehm nach abgebranntem Gummi.

Der Basistunnel zwischen Frutigen BE und Visp VS blieb während rund eineinhalb Stunden komplett gesperrt. Kurz nach 13 Uhr waren beide Spuren wieder normal befahrbar, wie der BLS-Sprecher sagte.

Wie die SBB mitteilte, wurde ein Teil der Fernverkehrszüge über die Bergstrecke via Kandersteg umgeleitet. Das bedeutet eine Verlängerung der Reisezeit um rund 30 Minuten. Andere Züge fielen aus. Für den Betrieb des Tunnels ist das Bahnunternehmen BLS zuständig.