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Schielt Lidl nun wieder nach Langenthal?

Kommt Lidl-Chef Andreas Pohl nach Langenthal?

Kommt Lidl-Chef Andreas Pohl nach Langenthal?

Kommt der Discounter nach Langenthal oder nicht? Diese Frage beschäftigt die Region. Willkommen wäre Lidl auf jeden Fall.

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Thunstetten wollen im Underdorf in Bützberg zwar keinen Supermarkt des deutschen Discounters Lidl. Ja sagen sie aber zum Neubau der einheimischen Firma Glas Trösch AG (vgl. gestriges az Langenthaler Tagblatt).

Während Erich Trösch nach dem Volks-Nein nun laut darüber nachdenkt, sein Neubauprojekt ebenfalls abzublasen (vgl. Text unten rechts), fragt sich: Wie reagiert Lidl auf die herbe Absage? In der Zentrale von Lidl Schweiz AG in Weinfelden TG hiess es gestern: «Bitte haben Sie Verständnis, dass wir grundsätzlich keine Angaben zu unserer Expansionsplanung machen können.» Gerne bestätige man aber grundsätzlich, dass Lidl Schweiz «Standorte in der gesamten Schweiz plant, auch im Oberaargau beziehungsweise in Bern».

Expansion im Zeitplan?

Überdies befinde man sich in der Expansionsplanung «im Zeitplan». Erst vor zwei Wochen berichtete die Zeitung «Der Sonntag» dagegen über ein intern versandtes Memorandum, wonach das deutsche Mutterhaus dem hiesigen Ableger des Hard-Discounters beim Wachstum wegen Logistik-Problemen und Sorgen bei der Personalrekrutierung eine zweimonatige Verschnaufpause verordnet habe.

Seis, wies wolle: Das baureife Projekt für einen Lidl in Bützberg ist mit dem Volksentscheid vom Mittwochabend wohl definitiv vom Tisch. Will Lidl Schweiz an einem Verkaufsladen im Oberaargau festhalten, dürfte früher oder später unweigerlich auch die Stadt Langenthal wieder Thema werden. Doch an der Langete hat Lidl ebenfalls bereits einmal einen Korb erhalten: 2007 lehnte es der Stadtrat überraschend ab, das 7700 Quadratmeter grosse «Dreispitz»-Areal der Firma Ammann zwischen Bützbergstrasse und Eisenbahnlinie in eine entsprechende Gewerbezone einzuteilen.
Das az Langenthaler Tagblatt aber weiss: Lidl hat Langenthal nie ganz aufgegeben. Auch das Ammann-Areal nicht. Zumindest wurde Stapi Thomas Rufener mit weiteren Behördevertretern und Lidl-Personal bei Areal-Besichtigungen gesichtet. Was Rufener gestern auch bestätigte; das sei nun aber «fast ein Jahr her». Und: Grundsätzlich sei die Stadt bei solchen Anfragen «immer offen», hält er fest. Seit dem damaligen Treffen habe er von der Firma Lidl aber «nichts mehr gehört».

Ammann will Land selber nutzen

«Mir war klar, dass damals Bützberg im Fokus stand», kommentiert Rufener. Doch: Das Stadtrats-Nein habe er nicht als definitive Absage an Lidl in Erinnerung, sondern als Nein zum Bau eines stark frequentierten Supermarktes auf besagtem Grundstück.

Bei der Firma Ammann war gestern lediglich zu erfahren, Lidl sowie andere externe Projekte für das so genannte «Dreispitz»-Areal seien seit dem Stadtrats-Nein nicht weiterverfolgt worden. Was intern mit dem Ammann-Areal geplant sei, war dagegen nicht in Erfahrung zu bringen.

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