«Wir sind kein verschlafener Service public-Haufen», so De Weck. Die SRG stehe seit bald 30 Jahren in harter Konkurrenz zu anderen Sendern. «Heute können Hunderte von Sendern via Satellit empfangen werden. Dennoch halten wir heute einen Marktanteil von knapp 30 Prozent.»

Von Schweizer Verlagshäusern mit Argusaugen beobachtet

Danach begann der Generaldirektor, die Baustellen in seinem Unternehmen zu beleuchten. An erster Stelle wünscht sich de Weck eine Anpassung des reglementarischen Rahmens. Wird doch die Internetpräsenz des Schweizer Fernsehens von den Schweizer Verlagshäusern mit Argusaugen beobachtet. Sie fürchten die Konkurrenz, etwa wenn im Internetportal der SRG nicht nur in Bezug zu Sendungen publiziert wird, sondern auch News. «Wir stehen vor einem Umbruch, der tief greifender ist, als der Wandel durch die Erfindung des Buchdruckes von Gutenberg», beschwor de Weck die Anwesenden. «Wir wandeln uns von einer Informations- in eine Interaktionsgesellschaft.» Ein attraktives Eigenportal sei ein «Muss».

Keine Defizite mehr

«Die Zeit der Defizite ist vorbei, wenn keine Krise kommt», versprach der Generaldirektor der SRG SSR den Zuhörenden. „Es wird Taucher geben, wir haben eine der letzten grossen Pensionskassen mit Leistungsprimat und wollen zum Beitragsprimat wechseln", aber die nächsten fünf Jahren soll es kein Defizit gelben, so Roger de Weck.