Das Projekt besteht darin, dass Kinderschutzgruppen, Erziehungsberatungsstellen, Opferhilfestellen, Frauenhäuser und Behörden in den nächsten beiden Jahren das Vorgehen bei der Unterstützung solcher Kinder erproben und definieren. Das teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit.

Das Projekt wird ab dem kommenden Juli in den Regionen Bern, Biel, Burgdorf, Langenthal, Thun und Interlaken durchgeführt. Dank der Unterstützung einer Stiftung kann diese Zusammenarbeit evaluiert, also bewertet und beurteilt, werden.

Kinder häufig Zeugen

Laut der Mitteilung werden Kinder häufig Zeugen von häuslicher Gewalt. Eine Erhebung von 2006 der kantonalen Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt zeigte, dass in 119 von 245 Interventionen der Polizei Kinder bei Streit oder Gewalt im Haus zugegen waren.

Weil sie wenig Erfahrung in der Bewältigung von belastenden Ereignissen hätten, wögen diese Erlebnisse bei Kindern schwer, schreibt die Kantonsregierung. Deshalb bräuchten die Kinder Unterstützung.