SC Langenthal

Langenthal verliert gegen Tabellenvorletzten

Marc Eichmann und Philipp Scherfer SC Langenthal im Kampf um den Puck gegen Xavier Reber (M) HC Sierre.

Marc Eichmann und Philipp Scherfer SC Langenthal im Kampf um den Puck gegen Xavier Reber (M) HC Sierre.

Der SC Langenthal kommt aus der Negativspirale nicht heraus. Die Eishockeyaner kassierten gegen Sierre die dritte Niederlage in Folge.

«Wir fanden heute einfach nicht ins Spiel.» Das Fazit von Abwehrchef Noël Guyaz traf den Nagel auf den Kopf. Der Rückkehrer brachte zwar die defensive Stabilität zurück ins Langenthaler Spiel, aber offensiv blieben Guyaz und seine Mitspieler gegen Sierre blass. Zu viele Fehlpässe, zu viele Puckverluste und zu viele Undiszipliniertheiten mussten die Oberaargauer verzeichnen. Und auch das Powerplay gehörte gestern einmal mehr zu den SCL-Sorgenkindern.

Dass die Strafbank gut besucht sein wird, war vor dem Anpfiff prognostizierbar. Die Spieler des HC Sierre sind die Strafkönige der NLB. Zusammen verbrachten sie in der bisherigen Saison bereits über sechs Stunden auf der Strafbank. Und die «Bad-Boys» der Liga enttäuschten die Erwartungen vorerst nicht. Schon nach fünf Spielminuten hütete der erste Walliser die Kühlbox.

Nach 1:0 nahm Druck ab

Diese Powerplaysituation war ein Volltreffer. Die Scheibe lief wie am Schnürchen durchs Abwehrdrittel von Sierre, bis sie schliesslich bei Marc Schefer landete, der eiskalt verwertete. Es sollte aber der einzige Treffer in Überzahl bleiben, obwohl sich den Langenthalern noch vier weitere Möglichkeiten boten.

Nach dem 1:0 flachte das Spiel zusehends ab. Langenthal konnte den Druck nicht aufrecht erhalten. Der gesperrte Stefan Tschannen fehlte dem SCL-Offensivspiel an allen Ecken und Enden. «Wir versuchten zwar Druck zu machen, aber wenn die Pässe nicht ankommen und man so viele Scheibenverluste hat, ist das schwierig», sagte Guyaz nach dem Spiel selbstkritisch.

Sierre kämpferisch stark

Die Tabellenvorletzten aus Sierre hielten vor allem mit kämpferischen Mitteln dagegen. Ihr Angriffsspiel beschränkt sich hauptsächlich auf zwei Namen: Derek Cormier und Lee Jinmann. Sie waren es denn auch, die das Skore im zweiten Drittel ausglichen. Und es kam noch schlimmer: Schönenberger fälschte zwei Minuten später einen Schuss von Summermatter zum 1:2 ab. Die zu diesem Zeitpunkt pomadig wirkenden Langenthaler mussten reagieren. Und sie taten es. Kurz nach Spielmitte hämmerte Verteidiger Andrea Wegmüller per Weitschuss den Puck über die Linie.

War das nur ein Strohfeuer oder die Initialzündung? Es sollte Ersteres werden. Langenthal spielte zu Beginn des Schlussdrittels zwar etwas zielstrebiger. Nützen tat dies allerdings nichts. Es war Sierres Ausländerduo, welches das Spiel entschied. Die dritte SCL-Niederlage in Folge war besiegelt.

Von einer Krise will Guyaz jedoch nicht reden: «Auswärts gegen Lausanne kann man verlieren. Die beiden Heimspiele hätten wir sicherlich gewinnen sollen, aber eine Krise ist das noch nicht.» Klar ist aber, dass am Samstag gegen Basel eine Reaktion kommen muss. «Wir müssen wieder mit mehr Herz und Emotionen spielen», so das Rezept des SCL-Abwehrchef.

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