Eishockey

Langenthal dank Tschannen mit zwei Finalpucks

Der SC Langenthal trifft in den Playoffs auf La Chaux-de-Fonds

Der SC Langenthal trifft in den Playoffs auf La Chaux-de-Fonds

Der Qualifikationszweite Langenthal besiegte daheim La Chaux-de-Fonds mit 5:4 nach Verlängerung und verfügt nun über zwei Pucks für den Einzug in den Playoff-Final gegen Lausanne. Spiel 6 steht am Sonntag im Neuenburg im Programm.

Captain Stefan Tschannen erzielte den zweiten Gamewinner in Folge und entschied die Partie in der 73. Minute. Er war mit einem Hattrick und insgesamt vier Skorerpunkten der herausragende Spieler von Spiel 5. Tschannen erzielte das 4:3 (34.). Davor war er mit dem Tor zum 2:1 (10.) erfolgreich und bereitete das 3:1 im Powerplay vor; der Langenthaler PostFinance-Topskorer Jeff Campbell verwandelte den Nachschuss von Tschannen (14.). Zudem traf Tschannen, der rund 20 der 50 Langenthaler Torschüsse verzeichnete, noch zweimal den Pfosten.

Der mittlerweile 27-jährige Tschannen, der 2004 Meister mit dem SC Bern war und in der NLA auch noch für Basel und Biel stürmte, gilt schon seit Jahren als Top-Goalgetter der Oberaargauer, für die er in der insgesamt sechsten Saison auf dem Eis steht. Erst kürzlich verlängerte Tschannen seinen Vertrag bei den Oberaargauern um vier Jahre bis 2016.

Langenthal realisierte den ersten Heimsieg in dieser Serie, in der im fünften Duell zum vierten Mal ein Nachsitzen notwendig wurde. La Chaux-de-Fonds hatte dabei in der regulären Spielzeit die Führung von Langenthal dreimal ausgleichen können und dabei auch einen 1:3-Rückstand aufgeholt. Langenthal verdiente sich den Sieg gemessen am deutlichen Plus an Spiel- und Chancenanteilen, vorab im Startdrittel und in der Overtime.

Unmittelbar vor Ablauf des Mitteldrittels und zu Beginn des Schlussdrittels, als Yanick Bodemann für einen irregulären Check an der Bande gegen Arnaud Jaquet mit einer direkten Matchstrafe belegt wurde, schien der 4:4-Ausgleich für das Heimteam aber erstmals unvermeidbar. Doch die Gastgeber überstanden die anschliessende Unterzahl von fünf Minuten ohne Gegentor. Aber sieben Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit profitierte Pascal Gemperli von einem «Flatterpuck» im gegnerischen Slot und erzwang mit dem Treffer zum 4:4 doch das das Nachsitzen.

Im Mitteldrittel hatten die Neuenburger in Überzahl noch durch Timothy Kast verkürzen können. Und der frühere Nationalstürmer Régis Fuchs (mittlerweile 41) nutzte eine Unaufmerksamkeit in der Defensive der Gastgeber gar zum 3:3. Den ersten Treffer für die Gäste hatte Benoit Mondou zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erzielt, nachdem im vorangegangenen Angriff der Gastgeber Tschannen genau wie später im Schlussdrittel nur den Pfosten getroffen hatte (8.).

Matchtelegramm

SC Langenthal - HC La Chaux-de-Fonds 5:4 (3:1, 1:2, 0:1, 1:0) n.V.
Schoren. - 3405 Zuschauer. - SR: Clément/Wirth, Dumoulin/Zosso. - Tore: 2. Kämpf (Weber, Leuenberger) 1:0. 8. Mondou (Bärtschi, Jacquet) 1:1. 10. Tschannen (Kelly, Campbell) 2:1. 14. Campbell (Tschannen, Kelly) 3:1. 25. Kast (Gemperli, Ganz/Ausschluss Guyaz) 3:2. 31. Fuchs (Pochon) 3:3. 34. Tschannen (Kelly) 4:3. 53. Gemperli (Charpentier) 4:4. 73. Tschannen (Kelly) 5:4. - Strafen: 3mal 2 Minuten plus 1mal 5 Minuten (Bodemann) plus Matchstrafe (Bodemann) gegen Langenthal. 4mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds.
Langenthal: Eichmann; Schefer, Müller; Cadonau, Guyaz; Leuenberger, Steiner; Tschannen, Campbell, Kelly; Hobi, Bodemann, Carbis; Kämpf, Weber, Dommen; Grassi, Chatelain, Holenstein; Mike Wolf, Gruber.
La Chaux-de-Fonds: Ciacco; Jaquet, Vacheron; Stephan, Ganz; Abplanalp, Vidmer; Erb, Daucourt; Bärtschi, Mondou, Bochatay; Neininger, Kast, Charpentier; Pochon, Fuchs, Turler; Plankl, Gemperli, Moser.
Bemerkungen: Langenthal ohne Brägger (verletzt), Flückiger, Brunner, Kühni, Meyer und Marc Wolf (alle überzählig). La Chaux-de-Fonds ohne Du Bois, Gailland und Parati (alle verletzt). 8. Pfostenschuss Tschannen.

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